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DIY: Blumige Reproduktion

Rosen vermehren: Anleitung und Tipps

Sie bekommen einfach nicht genug von den stacheligen Pflanzen? Dann sollten Sie Ihre Rosen vermehren. In den meisten Fällen braucht es dafür kein besonderes Fachwissen – wann der perfekte Zeitpunkt ist, wie Sie es angehen und was Sie erwarten können, verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

Rosen vermehren
© Pixabay.com

Fortpflanzung auf eigene Faust – geht das?

Möchten Sie Rosen vermehren statt kaufen, stehen Sie oft vor dem Problem, dass Ihr heimisches Exemplar eine Hybridzucht aus verschiedenen Arten ist. Diese sind oftmals nur bedingt fortpflanzungsfähig und erzielen nicht den gewünschten Erfolg, da sie nicht immer wie ein Ebenbild Ihrer Pflanze aussehen.

Rosen werden in den meisten Fällen von Gärtnern veredelt und gezüchtet – verschiedene Arten werden so miteinander gekreuzt. Ein Abbild einer dieser bildschönen Mutterpflanze zu schaffen, ist daher sehr kompliziert. Möchten Sie Ihre Rosen vermehren und auf herkömmliche Methoden zurückgreifen, werden Sie vermutlich als Ergebnis eine schöne Wildrose bekommen – aber auch das lohnt sich in jedem Fall.

Reproduktion durch Samen

Sie möchten Ihre Rosen durch Samen fortpflanzen? Dann sammeln Sie von sortenreinen Wildrosen gut ausgereifte Hagebutten – das sind die Früchte einer jeden Rosenblüte, die nicht abgeschnitten wurden. Ab Mitte Oktober sind sie reif. Es ist wichtig, dass diese der Kälte schon etwas ausgesetzt waren, da das der Startschuss zum Keimen ist. Stecken Sie die gewonnenen Samen etwa einen Zentimeter tief in eine Kiste mit Anzuchterde. Die nächsten zwei Monate verbringen sie so an einem kühlen Ort – auch Licht brauchen sie in dieser Zeit nicht.

Dann sollten sich die ersten Keimlinge zeigen. Stellen Sie die Kiste nun an einen helleren Ort mit höheren Temperaturen. Haben sich die ersten Blattpaare entwickelt, werden die kleinen Rosen in einen Topf mit nährstoffreicher Gartenerde umgepflanzt. Etwa Mitte Mai sollten die Rosen dann groß genug sein, um ihren Weg ins Freie anzutreten. Tipp: Suchen Sie einen sonnigen Platz aus, damit die Jungpflanzen gut gedeihen können.

Rosen vermehren mit Stecklingen

Wenn Sie Rosen vermehren möchten und auf Stecklinge zurückgreifen, werden Sie ebenfalls keine Zucht- oder Edelrose erzielen. Und doch funktioniert diese Methode der Reproduktion in den meisten Fällen.

Schneiden Sie im August einen Steckling aus den Trieben der aktuellen Saison ab – bestenfalls entscheiden Sie sich für einen kräftigen bereits verholzten Zweig, der etwa bleistiftlang ist: Der Abschnitt sollte etwa vier bis sechs Augen haben. Entfernen Sie nun die unteren Blätter und stecken Sie den Trieb bis knapp unter dem Blattansatz in die Erde. Achten Sie darauf, dass mindestens zwei Drittel im Erdboden verschwinden.

Der perfekte Ort für die Stecklingsvermehrung sollte geschützt und schattig sein. Halten Sie den Boden feucht – den Rest übernimmt die Pflanze von allein. Im nächsten Frühjahr bildet die Pflanze dann Wurzeln. Zeigen sich Triebe im oberen Bereich, ist das ein eindeutiges Indiz, dass es geklappt hat. Gegen Ende der Saison können Sie schließlich Ihre Rosen umpflanzen und ihnen einen sonnigen Standort suchen.

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