Ratgeber

Schädlinge natürlich bekämpfen

Die Geheimwaffe gegen Blattläuse lautet: Lauge! Unser Gartenexperte Walter Löffler hat aber noch weitere Tipps, wie man Schädlinge bekämpfen und dabei Pflanzen wie Umwelt schonen kann.

25.06.2012 10:00 | 3:50 Min | © SAT.1

Viele kennen das Problem: Kaum hat man Blumen und Pflanzen zum Überwintern in die Wohnung geholt, hat man auch schon mit Schädlingen wie Blattläusen, Spinnmilben und Co. zu kämpfen. Vor allem wenn die Blumen an wärmeren Standorten - etwa in Heizungsnähe - platziert sind, vermehren sich Pflanzenschädlinge rasend schnell. Doch Sat.1-Gartenexperte Walter Löffler hat für jedes Problem die passende (biologische) Lösung.

Blattläuse mit Lauge bekämpfen

Sind die Blätter einer Blume mit einem klebrigen Belag überzogen, ist das ein sicheres Indiz für Blattläusebefall! Mit ihren kleinen Stechrüsseln saugen die nur wenige Millimeter großen Insekten die Pflanzensäfte aus den Blattzellen. Die Blume geht in der Folge allmählich ein. 

Doch Sat.1-Fachmann Walter Löffler hat eine Wunderwaffe gegen fiese Blattläuse: Lauge. Die bekämpft Blattläuse wirksam - und ist dabei schonend zu Blume und Umwelt. Für das biologische Schädlingsbekämpfungsmittel wird eine Mischung aus warmem Wasser, Spiritus und Schmierseife angerührt und die betroffene Pflanze damit großflächig eingesprüht.

Auch im Garten kann die Lauge gegen Blattläuse eingesetzt werden. Hier ist aber unbedingt darauf zu achten, die Lauge möglichst gezielt zu versprühen, um wirklich nur die Schädlinge und nicht etwa Nützlinge wie Marienkäfer zu erwischen.

Feuchtigkeit vertreibt Spinnmilben

Bei trockener Heizungsluft und geringer Luftfeuchtigkeit dauert es meist nicht lange und es machen sich Spinnmilben auf Zimmerpflanzen breit. Wie die Blattläuse saugen auch die winzigen Spinnentiere den wichtigen Pflanzensaft aus den Blättern und sorgen so dafür, dass die Blume nach und nach vertrocknet.

Um die Schädlinge in den Griff zu kriegen, braucht es nur etwas Klarsichtfolie. Die wird nach dem Gießen um die befallene Blume gewickelt und ein paar Tage drauf gelassen.

Unter der Folie bildet sich Feuchtigkeit, die die Schädlinge abtötet.

Mit Marienkäfern gegen Wollläuse

Wollläuse (auch Schmierläuse genannt) verdanken ihren Namen ihrer wollartigen, schmierigen Behaarung. Auch wenn die Tierchen mit einer Größe von gerade einmal fünf Millimetern noch so klein sind - für Pflanzen stellen die Schädlinge ein großes Problem dar. 

Eine ganz besondere und vor allem auch ganz besonders wirksame Waffe gegen die Mini-Insekten lautet: Marienkäferlarven - der Fressfeind Nummer eins von Wollläusen. Rund 300 der kleinen Läuse verputzt ein Marienkäfer in seinem Leben. Ist keine Nahrung mehr vorhanden, stirbt der Käfer - man braucht also nicht befürchten, nach der Läuseplage gleich vor dem nächsten Problem zu stehen.    

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