Ratgeber

Lichtblicke für dunkle Gärten

Schattengarten anlegen: Welche Pflanzen eignen sich?

Schattige Plätze im Garten bringen so manch einen Hobbygärtner zur schieren Verzweiflung. Schluss damit! Wie Sie einen Schattengarten anlegen und so auch an dunkleren Stellen nicht auf eine üppige Blütenpracht und vielfältige Blattformen verzichten müssen, erfahren Sie im SAT.1 Ratgeber.

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© pixabay.com

Stauden für den Schattengarten

Wer meint, in einem Schattengarten hätte man keine Gestaltungsfreiheit, täuscht sich gewaltig. Nicht jede Pflanze ist eine Sonnenanbeterin. Es gibt sogar eine Vielzahl an grünen Lebewesen, die sich an den dunkleren Stellen am wohlsten fühlen. In freier Natur können Sie am besten beobachten, welche Pflanzen für Ihren Schattengarten geeignet sind. Siehe da, die schattenverträglichen Stauden sind gar nicht so unbekannt: Leberblümchen, Veilchen, Tränendes Herz, Fingerhut, Buschwindröschen, Haselwurz, Primeln – all diese reizenden Zierden fühlen sich im Schatten pudelwohl. Tipp: Sollten Sie einen Schattengarten anlegen wollen, der über die gesamte Gartensaison prächtig blühende Stauden aufweist, sollten Sie unbedingt die unterschiedlichen Blühzeiten der Pflanzen berücksichtigen.

Sträucher für den Schattengarten

Sie möchten gerne einen Rhododendron pflanzen und zwar am liebsten in der schattigen Ecke direkt neben der Hauswand? Kein Problem, denn der Rhododendron zählt zu den schattenverträglichen Sträuchern. Aber auch Hortensien, Kletterhortensien und Flieder fühlen sich fern der prallen Sonne wohl und wachsen zu prächtigen Pflanzenexemplaren heran.

Schattengarten anlegen: Mit Bodendeckern und Zwiebelpflanzen

Immer eine gute Idee für den Schattenraum sind außerdem Bodendecker. So werden Pflanzen bezeichnet, die kriechend und wie ein Teppich über der Erde wachsen. Verwandeln Sie zum Beispiel mit Waldanemonen, Maiglöckchen, Elfenblumen oder Goldnesseln eine große Fläche in einen Blütenteppich.

Auch unter den Zwiebelpflanzen gibt es reichlich Schattenpflanzen. Sie waren schon immer ein Fan von Elfenkrokus, Milchstern und Strahlenanemone? Wunderbar, denn schattige Bereiche sind ihr bevorzugter Standort. Aber auch Blaustern, Narzisse, Türkenbundlilie und Schneeglöckchen lassen im Dunkeln nicht ihre attraktiven Köpfchen hängen.

Schatten ist nicht gleich Schatten

Wer einen Schattengarten anlegen möchte, sollte allerdings bedenken, das Schatten nicht gleich Schatten ist. Das ist insofern wichtig, dass jede Pflanze eigene Schattenbedürfnisse hat. Wird ein lichter Schatten bevorzugt, sollte der Standort so gewählt werden, dass die jeweilige Pflanze für kurze Zeitabschnitte auch von der Sonne beschienen wird. Das trifft zu, wenn etwas Sonnenlicht durch das Blattwerk des darüberstehenden Baumes durchdringen kann. Bei halbschattigen Standorten wechseln sich die Schatten- und Sonnenperioden gleichmäßig ab. Das heißt einen halben Tag scheint die Sonne, die andere Hälfte liegt der Platz im Schatten.

Problematisch sind vollschattige Standorte. Hier liegt der Garten den ganzen Tag im Schatten, sodass es selbst die robusten Pflanzen schwer haben werden, zu überleben. Tipp: Beobachten Sie, wie sich die Lichtverhältnisse in Ihrem Garten im Laufe des Tages verändern, bevor Sie genau Schattenpflanzen kaufen, die sich hier wohlfühlen.

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