Ratgeber

Teichpflanzen einsetzen, überwintern und schneiden

Teichpflanzen gegen Algen: Tipps für Hobbygärtner

Ein Teich ist meist das Highlight jedes Gartenfreundes. Teichpflanzen sind dann natürlich ein Muss. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern helfen auch gegen Algen, denn die sorgen oft dafür, dass das Wasser kippt und unangenehm riecht. Wie Sie die Pflanzen am besten einsetzen, überwintern und schneiden und welche Arten sich gut eigenen, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

Eines sollten Sie beachten, wenn Sie ein stehendes Gewässer im Garten haben:...
Eines sollten Sie beachten, wenn Sie ein stehendes Gewässer im Garten haben: Teichpflanzen gegen Algen sind wichtig für gute Wasserqualität. © pixabay

Teichpflanzen gegen Algen: Die wichtigsten Arten

Im Aquarium sind sie ganz selbstverständlich: Pflanzen zur Wasserreinigung. Sie unterstützten mechanische Pumpen und machen sie zum Beispiel in einem Teich überflüssig. Die Arten, die in Fachmärkten oder aber im Internet angeboten werden, sind zahlreich. Unterschieden werden sie meist in Pflanzen für die Tiefwasserzone und Exemplare, die besser in der Flachwasserzone wachsen. Egal, ob Mini-Teich oder ein größeres Gewässer – schon beim Teichbau sollten Sie darauf achten, die nützlichen Helfer einzupflanzen. Denn Algen im Teich sind nicht schön, sondern lästig.

Hornblatt (Ceratophyllum demersum) und Wasserfeder (Hottonia palustris) sind absolut pflegeleicht und lassen sich problemlos in fast jedem Teich verwenden. Einfach ein paar Pflanzen ins Wasser setzen und schon vermehren sie sich eigenständig am Boden des Gewässers. Die Wasserfeder reicht sogar bis zur Oberfläche und zeigt dort ihre hübschen weißen Blüten.

Nadelsimse (Sorte Eleocharis palustris), Wasserfeder und Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum) eignen sich besonders gut für niedrige Wasserstände zwischen 20 und 40 Zentimetern. Die Eleocharis acicularis, das Hornblatt und die Wasserpest bevorzugen hingegen tiefere Wasserstände bis zu einem Meter. Tipp: Viele Pflanzen können Sie auch im Set kaufen, wenn Sie Ihren Gartenteich anlegen.

Seerosen sehen nicht nur schön aus, ihre Blätter schützen auch vor Sonneneins...
Seerosen sehen nicht nur schön aus, ihre Blätter schützen auch vor Sonneneinstrahlung. Damit eignen sie sich hervorragend als Teichpflanzen gegen Algen. © pixabay

Teichpflanzen gegen Algen, die auf dem Wasser schwimmen, sind zum Beispiel die Seerose, die Seekanne, die Gelbe Teichrose und der Froschbiss. Sie kümmern sich nicht so sehr um ausreichend Sauerstoff, der maßgeblich für klares Wasser verantwortlich ist, sondern ihre Blätter schützen vor Sonneneinstrahlung, die das Algenwachstum anregt.

Uferzone begrünen

Schilf bietet vielen Tieren einen perfekten Platz zum Brüten, sorgt aber glei...
Schilf bietet vielen Tieren einen perfekten Platz zum Brüten, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass die Wasserqualität in Ihrem Teich nicht von Algen verschlechtert wird. © pixabay

Bei der Planung Ihres Gartenteichs sollten Sie aber nicht nur die Pflanzen berücksichtigen, die im Wasser schwimmen, sondern auch die, die an der Uferzone wachsen. Zu den Teichpflanzen gegen Algen zählt unter anderem auch das Schilf (Phragmites communis). Hinzu kommen sämtliche Binsenarten, die Sumpfiris (Iris laevigata) und der Rohrkolben (Typha angustifolia). Einige Arten wachsen nicht ohne Erde, bei anderen kann man auch Substrat nutzen, und die Pflanzen dort einsetzen.

Teichpflanzen pflegen: Wie werden sie eingesetzt und beschnitten?

Am interessantesten bei der Pflege und Zucht der Teichpflanzen ist wohl die Frage „wann einsetzen?“. Am besten setzen Sie die Wasserpflanzen und auch die Uferbegrünung im Frühjahr, nach dem letzten Frost. So gehen Sie sicher, dass Ihre Teichpflanzen gut gedeihen und nicht eingehen. Winterhart sind vor allem die Pflanzen, die in tieferen Gewässern wachsen, zum Beispiel die Seerose. Aber auch Schilf und andere Teichgräser überleben im Winter auch ohne große Hilfe. Überwintern müssen Sie diese Arten nicht. Einzig tropische Gewächse wie die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) oder das Brasilianische Tausendblatt (Myriophyllum brasiliense) sind nicht winterfest. Sie müssen umgesetzt werden.

Um Teichpflanzen wie Schilf oder Winterschachtelhalm zu schneiden, brauchen S...
Um Teichpflanzen wie Schilf oder Winterschachtelhalm zu schneiden, brauchen Sie ein sehr scharfes Messer. So geht die Arbeit leichter. © pixabay

Beim Einsetzen der Teichpflanzen verwenden Sie am besten Gitterkörbe. So lassen sich die Pflanzen später gut umsetzen oder austauschen, wenn Sie zum Beispiel den Gartenteich reinigen wollen. Bei den meisten Arten gegen Algen genügt es aber auch, sie in die Erde zu stecken. Oft regulieren sie ihr Wachstum selbstständig, doch gerade der Winterschachtelhalm wuchert extrem. Schneiden Sie ihn daher mindestens zweimal im Jahr zurück. Aber Vorsicht: Die dicken Triebe lassen sich nur mit einem extrem scharfen Messer schneiden. Schilf und andere Gräser sollten im Frühjahr radikal zurückgeschnitten werden, damit sie gut austreiben. Tipp: Lassen Sie dabei etwa fünf Zentimeter der Pflanze stehen.

Fazit: Teichpflanzen gegen Algen gibt es in allen möglichen Formen und Arten. Am besten stellen Sie sich ein Set aus Wasser- und Uferpflanzen zusammen, um Ihr Gewässer optimal zu schützen.

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