Ratgeber

Tomaten pflanzen

Unser Gärtner verrät, welche Umgebung Tomaten am liebsten haben und wie man den Tomatenstrauch pflegen muss, damit er ertragreich wird.

22.10.2012 00:00 | 6:04 Min |

Tomaten: Wer die Wahl hat ...

Ob rote, gelbe, schwarze Tomaten, fruchtig süße Kirschtomaten, feste Flaschen- und Fleischtomaten oder ganz gewöhnliche Gartentomaten - bei der Wahl der Tomatensorte entscheidet in erster Linie der persönliche Geschmack. Das gilt auch in Sachen Zubereitung. Ob leckeres Tomaten-Mozzarella-Ciabatta, knackiger Tomatensalat oder köstliche Tomatenpesto - es gibt kaum ein anderes Gemüse, das sich auf so vielfältige Weise zubereiten lässt. 

Und weil Gemüse aus dem eigenen Garten immer noch am besten schmeckt, hier ein paar Pflanztipps für den ertragreichen Tomatenanbau.

Was beim Pflanzen von Tomaten zu beachten ist

Ganz wichtig ist zunächst einmal der richtige Standort. Zwar gehört die Tomate bekanntermaßen zu den Nachtschattengewächsen, dennoch mag es das Gemüse schön sonnig und warm - die beste Pflanzzeit für Tomaten ist daher Anfang Juni, wenn sicher kein Frost mehr zu erwarten ist.

Der Boden sollte möglichst nährstoffreich sein - eine Mischung aus Kalk, Dünger und Kompost ist für Tomaten optimal. Vor dem Einpflanzen werden die unteren Blätter der Pflanze mit den Fingern abgezupft und anschließend der Tomatenstrauch tief in die Erde gesetzt. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass die Blätter nicht auf dem Boden aufliegen, da sich sonst schnell Schimmel bilden kann.

Tipps für die Tomaten-Pflege

Tomaten sind überhaupt sehr anfällig gegenüber Pilze und Bakterien. Der größte Feind der Tomate ist die sogenannte Braunfäule, die durch einen Pilz verursacht wird. Über die Luft übertragen, können die Sporen auf feuchten Blättern schnell eine Infektion auslösen. Ist die Tomatenpflanze erst einmal infiziert, lässt sich die Erkrankung kaum noch stoppen. Daher ist es wichtig, die Pflanze möglichst trocken zu halten. Damit die Blätter beim Gießen nicht mit Wasser in Berührung kommen, sollten Tomaten in Bodennähe gewässert werden. Ein weiterer Tipp, um das Gemüse vor Nässe und damit vor Pilzen und Schimmel zu schützen: den Boden mit Stroh bedecken und die Pflanzen bis zur Ernte mit einer luftdurchlässigen Folienhaube abdecken.

Ganz natürlichen Schutz vor Pilzen wie vor Schädlingen bietet eine sogenannte Unterpflanzung. Das Dazwischensetzen von anderen Pflanzen (Tagetes, aber auch Schnittlauch oder Basilikum eignen sich als Tomaten-Nachbarn gut) wirkt Pilzsporen entgegen und hält zudem den Boden feucht. Auf Kartoffeln, Fenchel und Erbsen als Beet-Nachbarn sollte man dagegen verzichten.

Eine weitere wichtige Pflegemaßnahme ist das sogenannte "Ausgeizen". Darunter versteht man das Abtrennen von Seitentrieben, die aus den Blattachseln der Tomate wachsen. Durch dieses Auslichten der Pflanze lässt sich der Ertrag steigern. Ab Mitte August kappt man die Spitze des Tomatenstrauchs ganz - so wachsen keine neuen Früchte mehr nach und die bereits vorhandenen Tomaten können bis zur Ernte gut ausreifen. Na dann, bon appétit!

Das könnte Sie auch interessieren:

SAT.1 Ratgeber auf Google Plus

Hier geht's zum Google Plus Profil von "Tippstricks Ratgeber" Google+

Kommentare

Videos zu Wohnen & Garten

Empf