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Wunderschöne Tragik

Tränendes Herz: Pflanzen und Pflegen leicht gemacht

Ein Tränendes Herz ist ein echter Hingucker im Garten. Ihre außergewöhnlich geformten Blüten verschaffen ihr den Namen. Doch so traurig, wie sie klingt, sieht die Pflanze keinesfalls aus – dank ihrer schmucken Blätter. Wie Sie ein Tränendes Herz pflanzen und pflegen, erfahren Sie hier, im SAT.1 Ratgeber.

Tränendes Herz
© Pixabay.com

Tränendes Herz: Steckbrief

Die Pflanze zählt zur Familie der Mohngewächse und gehört zu den sommergrünen Stauden. Sie stammt aus Korea und China, wo sie vor allem in lichten und feuchten Berglaubwäldern zu finden ist. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 90 Zentimetern und wird ausschließlich als Zierpflanze genutzt.

Idealer Standort

Ihrer Herkunft nach zu urteilen, liebt ein Tränendes Herz helle, halbschattige Plätze. Es ist daher zu empfehlen, es unter Bäumen oder höher wachsenden Stauden zu platzieren – dort gedeiht es nämlich am besten. Gerade Jungpflanzen sollten nicht allzu viel Sonnenlicht ausgesetzt sein, denn so verkümmern sie mitunter schnell. Ältere Pflanzen hingegen, die sich an ihren Standort bereits gewöhnt haben, vertragen sogar pralle Mittagssonne.

Da ein Tränendes Herz im Laufe seines Lebens immer buschiger wird, sollten Sie darauf achten, dass sich die Nachbarpflanzen in ausreichendem Abstand befinden. Am liebsten mögen die Herzblumen humusreichen, lockeren Erdboden. Staunässe vertragen sie hingegen gar nicht, zu einer vollständigen Austrocknung des Wurzelballens sollte es im Sommer allerdings auch nicht kommen. Ein leichter Kalkgehalt im Boden speichert die Feuchtigkeit.

Das Tränende Herz ist nicht sonderlich stabil. Ein Plätzchen, an dem es vor Wind und Regen geschützt ist, ist daher wichtig.

Ein Tränendes Herz pflanzen

Die Blütezeit des Marienherzes, wie die Blume auch genannt wird, dauert etwa von Mai bis Juni. Das zeitige Frühjahr ist also der beste Zeitpunkt, wenn Sie ein Tränendes Herz kaufen möchten. Doch einfach ein Loch graben, den Boden vorbereiten und die Pflanze einsetzen – so einfach ist es leider nicht, denn Sie müssen die Pflanze vorsichtig kultivieren, da sie sehr frostempfindlich ist.

Mitte April ist der beste Zeitpunkt, um das Tränende Herz auszusetzen. Hat es den Weg in Ihren Garten gefunden, sollten Sie es in den ersten Wochen ausgiebig wässern. Achten Sie auf Wetterankündigungen – sollte Bodenfrost drohen, decken Sie die Pflanze mit einem Tontopf oder Pflanzenvlies ab. Gerade bei der Gartenarbeit im Mai ist es ratsam, darauf zu achten, da die Eisheiligen oftmals kühle Nächte bescheren. Eine Schicht Rindenmulch oder Kompost schützt die Pflanze zusätzlich. Haben Sie schon ein älteres Tränendes Herz, sind solche Umstände weniger problematisch – sie benötigen keine weiteren Schutzmaßnahmen.

Die richtige Pflege

Generell ist das Tränende Herz eine sehr pflegeleichte und ausdauernde Pflanze. Oftmals genügt es, dem Boden regelmäßig reifen Kompost und organischen Dünger beizufügen, um sie gesund zu halten.

Zurückschneiden müssen Sie die Pflanze ebenfalls nicht. Nach der Blüte zieht sich ein Tränendes Herz zurück, um sich vor der Kälte zu schützen. Sie können verblühte Blütenstängel aber trotzdem zurückschneiden – das regt die Bildung neuer Herzblüten an.

Ein Tränendes Herz vermehren

Möchten Sie weitere Pflanzen züchten, können Sie die Herzblume im Frühjahr teilen oder durch Stecklinge vermehren. Gerade die Stecklingsvermehrung gelingt gut – Sie benötigen dazu nur einen etwa 15 Zentimeter langen Trieb, der nach der Blüte von der Mutterpflanze abgeschnitten wird. Denken Sie unbedingt daran, beim Schneiden Handschuhe zu tragen, denn tränende Herzen sind giftig und können allergische Reaktionen hervorrufen.

Stellen Sie den Steckling nun in ein hohes mit Wasser gefülltes Glas und platzieren Sie es an einem hellen Ort in Ihrer Wohnung. Jetzt heißt es Geduld zeigen: Nach einigen Wochen werden sich die ersten zarten Wurzeln zeigen. Setzen Sie sie in eine nährstoffreiche Erde und suchen Sie einen kühlen und hellen Raum, in der die Jungpflanze die dunkle Jahreszeit verbringen kann. Im Frühjahr setzen Sie sie dann wie gewohnt aus und schützen sie vor Frost.

Umpflanzen und Überwintern

Ein Tränendes Herz liebt seinen Standort – eine Veränderung mag es hingegen gar nicht und übersteht diese Prozedur auch nur sehr selten. Wünschen Sie sich einen anderen Standort, ist eine Teilung der bisherigen Staude oder die Züchtung einer neuen Pflanze durch Stecklinge, die Sie an Ihrem Wunschort einsetzen können, zu empfehlen.

Auch zum Überwintern sollten Sie die Zierpflanze an ihrer Stelle lassen. Sie übersteht die kalte Jahreszeit problemlos. Eine dicke Schicht Humus sorgt dafür, dass sie mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Beginnt die Gartensaison im Frühjahr, werden Sie schon bald Freude an den extravaganten weiß-rosafarbenen Blüten haben.

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