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Stein für Stein zur Naturmauer

Trockenmauer anlegen: Tipps für mehr Natur im Garten

Eine Trockenmauer ist viel mehr als nur Stütze und Zierde im Garten. Sie bietet zahlreichen Tieren Unterschlupf. Eine Trockenmauer bauen – wie das gelingt? Mit vielen Steinen und einem stabilen Fundament. Weitere Tipps verrät der SAT.1 Ratgeber.

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© pixabay.com

Trockenmauer bauen und für Nutztiere etwas Gutes tun

Das Prinzip einer Trockenmauer: viele Steine, die „trocken“ aufeinandergeschichtet werden. Das bedeutet im Klartext, dass die Fugen nicht mit Mörtel verfüllt werden, was mehrere Vorteile bietet: Zum einen können Sie die Fugen bepflanzen und damit eine wilde Naturmauer bauen, zum anderen locken Sie Nützlinge in Ihren Garten , zum Beispiel Wildbienen, Hummeln, aber auch Eidechsen und Blindschleichen, die in den Mauerritzen Schutz und Bleibe finden.

Stein ist nicht gleich Stein

Wer eine Trockenmauer bauen möchte, kann dafür alle Arten von Steinen verwenden: große, kleine, Findlinge, Natursteine aus Granit, Jura oder Kalkstein – die Wahl bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Je nach Stein, können Sie Ihrer Mauer ein individuelles Äußeres verleihen. Je ungleichmäßiger die Steine aufeinander liegen, desto besser? Dann greifen Sie zu Steinen mit ungleichmäßiger, unbehauener Oberfläche. Tipp: Nichtsdestotrotz sollten Sie die Steine so aufeinanderschichten, dass sich diese gut ineinander verzahnen. Stabilität ist schließlich das A und O beim Bau einer Trockenmauer.

Stabiler Untergrund für die Trockenmauer

Apropos Stabilität: Bevor Sie die Trockenmauer bauen, müssen Sie erst einmal für ein stabiles Fundament sorgen. Ganz gleich, ob die Mauer an einem Hang liegt, ein Hochbeet umfasst oder freistehen soll, stehen bleibt sie nur auf einem festen Untergrund. Dafür müssen Sie über die Länge der Trockenmauer einen Graben ausheben – 40 Zentimeter Tiefe sollten dafür genügen. Füllen Sie den Graben erst 30 Zentimeter hoch mit Schotter auf, darauf folgt eine Sandschicht.

Trockenmauer bauen: Stein auf Stein

Das Fundament steht? Wunderbar, dann können Sie Stein an Stein, Schicht für Schicht aneinander- beziehungsweise aufeinanderreihen. Wichtig: Die größten Steine sollten Sie unten platzieren, um die Mauer zusätzlich zu stabilisieren. Die schönsten Steine bewahren Sie sich am besten für den oberen Abschluss auf, da diese am meisten ins Auge stechen. Lücken zwischen den Steinen können Sie mit Sand oder Schotter auffüllen, größere Lücken zum Beispiel bepflanzen. Füllen Sie die Löcher direkt beim Aufschichten der Mauer und bepflanzen Sie diese, so laufen Sie nicht Gefahr, die Pflanzenwurzeln zu beschädigen.

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