Ratgeber

Rasenpflege zum richtigen Zeitpunkt

Vertikutieren: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Sie kennen das sicher: Hat sich Moos im Rasen ausgebreitet, ist es schwer, ihn wieder loszuwerden. Die Zauberformel lautet: Rasen vertikutieren. Doch wann und wie damit anfangen? Alles zu Zeitpunkt und Vorgehensweise verrät Ihnen der SAT.1 Ratgeber.

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Zur Rasenpflege gehört auch das Vertikutieren. Wann und wie? Das sollte man als Hobbygärtner wissen, bevor man loslegt. © bildergala - Fotolia

Wozu den Rasen vertikutieren?

Während der Gartensaison  sammelt sich so manches auf dem Rasen an – alter Rasenschnitt, Unkraut und Moos verdichten sich zu einer Masse, die die Wasseraufnahme erschwert und die Qualität des Bodens mindert. Die Graswurzeln bekommen weniger Sauerstoff und versorgen so die Wurzeln nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen. Die Folge: Der Rasen verändert sich optisch, sieht mager und kränklich aus. Auffällig wird es meist im Frühjahr, wenn die wenigen Gräser zu wachsen beginnen.

Wenn Sie Ihren Rasen vertikutieren, dringen Schneideblätter senkrecht in den Boden ein, entfernen gezielt die Rückstände und sorgen für eine bessere Belüftung des Bodens. Auch Wasser und Dünger werden wieder besser aufgenommen.

Rasen vertikutieren: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Theoretisch können Sie die gesamte Gartensaison über Ihren Rasen vertikutieren. Im Herbst oder Frühling sind die Bedingungen jedoch am besten, denn dann regeneriert sich die Grünfläche am schnellsten. Ideal ist das Frühjahr, wenn der Boden vom Frost befreit ist und schon ein wenig Zeit hatte, zu trocknen. Ist viel Regen gefallen, ist Vertikutieren hingegen wenig sinnvoll. Denn bei nassem Boden kann es passieren, dass die komplette Grasnarbe mit herausgezogen wird und so unschöne Lücken hinterlässt.

Sie sehen, die Kunst ist es, zum richtigen Zeitpunkt zu vertikutieren. Doch wann profitieren Sie am meisten? Wer beispielsweise im März beginnt, hat große Chancen auf einen gesunden und grünen Rasen im Sommer.

Rasen richtig vertikutieren – wie geht das?

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Nicht nur der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Erst düngen, dann mähen, dann vertikutieren – auch die Reihenfolge ist bei der Rasenpflege wichtig. © bildergala - Fotolia

Beginnen Sie im ersten Schritt mit einer ausgiebigen Düngung im Frühjahr, um das Wachstum anzukurbeln. Haben die Gräser schließlich ausgetrieben, mähen Sie den Rasen. Nach etwa zwei Wochen steht ein zweites Mähen an. Da die Gräser jetzt optimal mit Nährstoffen versorgt sind und die Strapazen, die auf sie zukommen, gut überstehen können, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um den Rasen zu vertikutieren. Wann im Jahr und bei welchem Wetter lieber nicht, das sollte jetzt klar sein. Bleibt nur noch die Frage: Wie gehe ich am besten vor?

Anleitung und Tipps fürs Vertikutieren: Wann, wie, womit?

Wichtig ist natürlich nicht nur beim Vertikutieren, wann der beste Zeitpunkt dafür ist, sondern auch die richtige Reihenfolge. Für alle, die noch keine oder erst wenig Erfahrung mit der Rasenpflege haben, hier ein paar Tipps:

1. Erst mit dem Rasenmäher das Grün stutzen, dann vertikutieren. Mähen Sie das Grün zunächst möglichst tief ab. Wie tief, sollte man vorher wissen. Die optimale Länge entspricht zwei bis vier Zentimetern.

2. Schnappen Sie sich nun den Vertikutierer und gehen Sie damit über die trockene Rasenfläche. Tipp: Die Räder und Messer des Gerätes sollten so eingestellt sein, dass die Grasnarbe etwa drei Millimeter eingeritzt wird. Vermeiden Sie, zu lange auf einer Stelle zu verharren. Idealerweise gehen Sie in zügigem, aber gleichmäßigem Tempo über die gesamte Fläche. Müssen Sie doch einmal stehen bleiben, um eine Pause einzulegen, schalten Sie das Gerät aus.

Gehen Sie wie beim Mähen in Bahnen vor – eine Bahn muss auch nur einmal vertikutiert werden. Ist Ihr Rasen besonders angegriffen, sollten Sie einmal in Längs- und einmal in Querrichtung vertikutieren. Doch wann sollten Sie überhaupt mit dieser Arbeit beginnen? Haben Sie erst vor kurzem Rasen gesät, lassen Sie unbedingt zwei bis drei Jahre verstreichen, bevor Sie mit der intensiven Rasenpflege  beginnen. Die Wurzeln sind oftmals noch nicht kräftig genug und werden sonst herausgerissen.

Nachbereitungen

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Nach dem Vertikutieren legen viele die Füße hoch, dabei ist die Arbeit noch nicht beendet. Vergessen Sie das Harken im Anschluss nicht. © bildergala - Fotolia

Viele Vertikutier-Geräte hinterlassen jede Menge überschüssiges Material. Damit sich die Arbeit auch wirklich gelohnt hat, gehen Sie mit einer Harke über den Rasen und entfernen den Grünabfall gründlich – nur so profitiert der Rasen von der Auflockerung. 

Da erfahrungsgemäß viel Moos und Rasenfilz entfernt wird, entstehen oftmals kahle Stellen – doch keine Sorge, das gehört dazu. Säen Sie einfach etwas Rasen aus und bewässern Sie diesen anschließend. Sind Sie mit der Prozedur fertig, braucht der Rasen einige Wochen Zeit Ruhe. Düngen Sie ihn in dieser Zeit mit Stickstoff und Kalk, um ihn zu stärken. Et voilà: Haben Sie im Frühjahr mit der Arbeit begonnen, werden Sie schon bald belohnt – mit einem satt-grünen Rasen.

Fazit: Früher oder später muss jeder Gartenbesitzer vertikutieren. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, hat jedoch nicht jeder im Gefühl. Die beste Jahreszeit ist das Frühjahr, aber auch im Herbst verkraftet das heimische Grün die Prozedur gut. Dafür sollte der Rasen aber mindestens schon ein bis zwei Jahre alt sein und kräftige Wurzeln gebildet haben.

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