Ratgeber

Stauden – farbliche Vielfalt für den Garten

Winterharte Stauden

StaudenGarten
© Bild: Kevin Hsieh/shutterstock.vom

Stauden unterscheiden sich von Sträuchern und Bäumen vor allem dadurch, dass ihre oberirdischen Pflanzenteile nicht verholzen. Von anderen krautigen Pflanzen grenzen sie sich durch ein ausdauerndes Wachstum von mehreren Jahren ab. Die meisten einheimischen Stauden können problemlos Minustemperaturen und den vermehrten Regen des Herbstes aushalten. Sie sind robust, pflegeleicht und verschönern durch ihre farbliche Vielfalt den Garten. Unser Ratgeber erzählt mehr.
                                          

Warum Stauden den Garten bereichern

Zu den Stauden gehören nicht nur die bekannten Blütenstauden, sondern auch Gräser, Farne, Zwiebel- und Knollenpflanzen. Stauden bestechen durch interessantes Blattwerk und farbenprächtige Blüten und machen den Garten zu einem Ort der Freude. Die richtige Auswahl sorgt ganzjährig für optische Attraktivität im Garten. Dieser Ratgeber und unsere weiteren Videos zum Thema Garten – beispielsweise wie man seinen Garten auf den Winter vorbereiten kann – geben wichtige Tipps für einen nachhaltigen Erfolg in der Gestaltung des Gartens.

Worauf man beim Pflanzen von winterharten Stauden achten sollte

Mehrere Tausend Staudenarten erschweren dem Hobbygärtner die Auswahl und richtige Kombination der Stauden. Der Profi unterscheidet zwischen Leit- oder Gerüststauden, die Höhe und Perspektive in den Garten bringen und Begleit- oder Füllstauden, die vorwiegend im Vorder- und Mittelbereich gepflanzt werden. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Stauden sind Lichtverhältnisse, Bodenart und Bodenfeuchtigkeit. Nur wenn diese Faktoren mit den Wuchseigenschaften der Stauden zusammenpassen, fühlen diese sich wohl und danken es mit üppigem Blütenfeuerwerk und tollen Düften. Das ganze Jahr über bietet sich dem Betrachter ein abwechslungsreicher Anblick, wenn Frühlings-, Sommer-, und Herbstblüher geschickt miteinander kombiniert werden. Worauf man außerdem achten sollte, haben wir in der nachfolgenden Liste zusammengetragen.

  • Stauden lieben lockere Böden. Deshalb sollte der Boden vor der Bepflanzung mit der Grabgabel etwa 25 Zentimeter tief umgegraben und von Unkraut befreit werden. Vor allem Wurzelunkräuter können das Wachstum der Stauden beeinträchtigen. Stark lehmhaltige Böden bitte mit Sand auflockern. Das vermeidet Staunässe, die für Stauden ungünstig ist. Die Struktur sandiger Böden kann durch Beimischung von Humus verbessert werden.
  • Eine zu enge Bepflanzung behindert später das Wachstum der Stauden. Sollte der Abstand doch zu groß gewählt worden sein, können Lücken problemlos mit Gräsern wie Chinaschilf geschlossen werden.
  • Einige mediterrane Staudenarten gelten zwar als winterhart, sind jedoch sensibler gegen Kälte und Frost als einheimische Stauden. Hier sollten die Beete locker mit Rindenmulch, Komposterde oder Laubstreu abgedeckt werden. Bitte keine Folien verwenden. Das würde ein Verfaulen oder Ersticken der Stauden bewirken.
  • Flache Stauden werden am besten mit Reisig von Tanne und Kiefer abgedeckt. So erhalten beispielsweise Winterastern oder Japananemonen optimalen Schutz vor Kälte.

Weitere Experten-Tipps zum Pflanzen von Stauden sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt das Ratgeber-Video .

Einige Empfehlungen für winterharte Stauden

Der Storchschnabel gehört zu den beliebtesten Gartenstauden. Auf der ganzen Welt verbreitet, gibt es in Mitteleuropa etwa 16 verschiedene Arten. Der Pracht-Storchschnabel blüht in einem satten Blauviolett und wechselt im Herbst zu einer attraktiven Rotfärbung. Warum Herbstblätter die Farbe wechseln, wird übrigens sehr anschaulich in unserem Video über Herbstblätter erläutert. Die Fetthenne bringt rosa- bis rostrote Farbtöne in den Garten und ist auch noch in Herbst und Winter ein echter Hingucker. Deshalb heißt zum Beispiel auch eine im Handel erhältliche Sorte „Herbstfreude“. Die Sorte „Matrona“ wird etwas höher und besticht durch ihr bronzefarbenes Laub. Fetthennen bevorzugen trockene und sandige Böden und viel Sonne. Der Gelbe Sonnenhut ist ideal als Kontrast zu blau und violett blühenden Pflanzen. Die Staude ist sehr pflegeleicht und kaum anfällig für Schädlinge. Selbst Schnecken meiden den Sonnenhut. Zu den klassischen winterharten Stauden zählt der Rittersporn. Er braucht einen sehr nährstoffreichen Boden und viel Wasser. Dann blüht er zweimal in Frühjahr und Herbst.

Noch mehr Wissenswertes zur Pflege und Gestaltung des Gartens wird in unseren Videos rund um das Thema Garten beschrieben. Hier können Interessierte unter anderem nachsehen, wie Sträucher und Bäume beschnitten oder Rosen richtig gepflanzt werden.

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