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Wüstenrose: Pflege der exotischen Steppenpflanze

Eine Wüstenrose: Ist das nicht ein wunderschönes Gebilde, das die Natur aus Sandkörnern geformt hat? Da haben Sie natürlich recht! Doch hier ist von einer Pflanze gleichen Namens die Rede. Ein echter Geheimtipp unter den Zimmerpflanzen. Erfahren Sie hier mehr zu Kauf und Pflege der genügsamen Wüstenpflanze.

Die schönen Blüten der Wüstenrose sind ein echter Blickfang – und das auch fe...
Die schönen Blüten der Wüstenrose sind ein echter Blickfang – und das auch fern ihrer Heimat. © isel69 - Fotolia

Heimat in Afrika

Ihr dicker Stamm lässt die Wüstenrose in ihrer Wildform wie einen Mini-Baum w...
Ihr dicker Stamm lässt die Wüstenrose in ihrer Wildform wie einen Mini-Baum wirken. Dabei kann ihr Stammumfang fast zwei Meter betragen. © Fotolia_Vladimir Melnik

Die Wüstenrose, lateinisch Adenium obesum, hat einen weiteren Weg hinter sich. Die Sukkulente, die zu den Hundsgiftgewächsen gehört, ist nämlich in Ostafrika zu Hause. Dort wächst die Wüstenrose in der Steppe. Hier hingegen ist das Klima von feuchten Sommern und trockenen Wintern geprägt. Die Wüstenrose hat sich an diese Bedingungen jedoch gewöhnt: Hitze und Trockenheit machen ihr nichts aus.

Aus der Ferne wirkt die Wüstenrose aufgrund ihres verdickten Stammes, auch Caudex genannt, fast wie ein Baum. Eigentlich gehört die Pflanze jedoch zu den Sträuchern. Der Caudex ermöglicht es ihr, unter diesen harten Bedingungen zu überleben, denn in ihm und dem restlichen Stamm speichert die Wüstenrose Wasser. Dadurch blüht der sommergrüne Strauch wunderbar weiß, rosa, pink oder dunkelrot – je nach Sorte.

Wüstenrose als Zimmerpflanze

Die Wüstenrose benötigt als Zimmerpflanze einen hellen und warmen Platz, um z...
Die Wüstenrose benötigt als Zimmerpflanze einen hellen und warmen Platz, um zu gedeihen. © seksan44 - Fotolia

Wenn Sie eine Wüstenrose als Zimmerpflanze kaufen möchten, haben Sie meist die Wahl zwischen einer klassischen Wüstenrose mit dickem Caudex und einem Exemplar mit dünnem Stamm. Wie das sein kann? Letzteres ist eine Wüstenrose, die auf einen Oleander, der übrigens auch zur Familie der Hundsgiftgewächse gehört, gesetzt wurde. 

Als Ergebnis dieses Verfahrens hat die Pflanze einen dünnen Stamm unten, oben jedoch die verzweigte Struktur einer Sukkulente mit schmalen Blättern und schönen Blüten. Das Ganze hat jedoch nicht nur einen optischen Sinn. Die aufgepfropfte Variante benötigt weniger Pflege als das Original, das Staunässe gegenüber sehr empfindlich ist. Auch wachsen die modifizierten Pflanzen schneller. 

Der beste Standort für die Sukkulente

Damit eine Wüstenrose sich optimal entwickelt, sind der richtige Standort und die Pflege entscheidend. Die Pflanze ist an viel Sonne gewöhnt und davon sollte sie auch in ihrem neuen Zuhause so viel wie möglich abbekommen. Suchen Sie für das afrikanische Gewächs daher den sonnigsten und hellsten Platz im Garten aus. Volle Sonne ist dabei kein Problem für die Wüstenrose. Ein Südfenster – gut geputzt, damit die Sonne ungehindert durchscheinen kann – ist ein guter Platz für die Wüstenrose. Je heller die Exotin nämlich steht, desto wohler fühlt sie sich.

Tipp zur Pflege: Drehen Sie den Topf der Wüstenrose dabei gelegentlich etwas, damit sie nicht nur in eine Richtung wächst. Die Sukkulente hat nämlich die Angewohnheit, sich immer der Sonne entgegenzuneigen. An einem ungünstigen Standort bekommt die Pflanze gelbe Blätter.

Das gehört auch zur Pflege: Richtiges Gießen

Bei der Pflege der Wüstenrose ist das richtige Gießen von großer Wichtigkeit. Während ihrer Hauptwachstumsphase von Frühjahr bis zum Herbst, sollten Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser versorgen. Doch Achtung: Gießen Sie lieber zu wenig als zu viel, andernfalls droht Staunässe , die zu Fäulnis führen kann. Prüfen Sie daher immer mit dem Finger, ob die Erde schon etwas angetrocknet ist – dann braucht die Pflanze Wasser. Von Herbst bis Frühjahr, wenn die Ruhephase eintritt, brauchen Sie fast gar nicht mehr zu gießen. Die Wasserspeicher der Wüstenrose versorgen die Pflanze ausreichend.

Alle paar Wochen etwas Wasser reicht im Winter als Pflege völlig aus. In dieser Ruhephase verliert die Pflanze alle Blätter und stellt das Wachstum ein. Zum Überwintern eignen sich Temperaturen von 10 bis 15 Grad. Wird diese sogenannte Trockenruhe nicht eingehalten, hat das Folgen auf die Blühfreudigkeit Ihrer Wüstenrose. Schlimmstenfalls blüht sie nicht. Unter idealen Bedingungen bildet die Wüstenrose jedoch im März erste Blüten. Jetzt darf sie wieder etwas mehr gegossen werden. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Oktober.

Düngen und umtopfen

Um Sie bei der Blüte zu unterstützen, können Sie die Wüstenrose mit speziellem Kakteendünger düngen und damit pflegen. Wächst die Pflanze gut, wird es nach der ersten Blüte Zeit fürs Umtopfen in ein größeres Behältnis. Je nachdem, ob es sich um eine wurzelechte oder aufgepfropfte Pflanze handelt oder nicht, empfiehlt sich ein bestimmter Boden. Die Pflanze mit Oleanderanteilen mag nährstoffreiche Erde. Setzen Sie das Original hingegen lieber in eine Mischung aus Erde und Sand im Verhältnis 1:1.

Möchten Sie die Wüstenrose schneiden, sollten Sie mindestens einen Monat nach dem Umtopfen verstreichen lassen. Im Juli können Sie die Pflanze dann getrost um die halbe Trieblänge zurückschneiden.

Vermehrung der Pflanze

Sie können die Wüstenrose entweder aus Samen ziehen oder als Stecklinge vermehren. Stecklinge lassen sich zwar einfacher gewinnen, doch der charakteristische Caudex der Pflanze ist dann nicht richtig ausgeprägt. Eine Alternative ist die Aussaat, wobei Sie keine Angst haben müssen, dass nichts wächst, denn die Wüstenrose ist ein guter Keimer. Halten Sie die Samen bei der Anzucht möglichst immer feucht.

Fazit: Die Wüstenrose ist noch ein Geheimtipp unter den Zimmerpflanzen, denn die genügsame Sukkulente eignet sich durch die geringe Pflege und ihre schönen Blüten ideal für Ihr Heim.

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