Tipps zum richtigen Heizen

Heizkosten sparen – Tipps zum richtigen Heizen

Wer im Alltag einfache Tipps zum Heizen beachtet, kann bereits ordentlich Heizkosten sparen. Hier erfahrt ihr, was beim Heizen wichtig ist und wie ihr mit einfachen Tricks Geld sparen könnt.

Ebenfalls im Kaminofen-Test: ein teureres Modell mit Speckstein-Abdeckung.
Ebenfalls im Kaminofen-Test: ein teureres Modell mit Speckstein-Abdeckung. © digitalstock - Fotolia

Richtig heizen und so Heizkosten sparen – Tipps & Tricks

Heizen ist teuer, keine Frage. Umso wichtiger ist es, richtig und effizient zu heizen und so unnötige Kosten zu sparen. Mit ein paar Tipps und Tricks lassen sich im Alltag Heizkosten sparen . Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern schont auch die Umwelt, da der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Wir haben hier praktische Tipps zum Heizkosten sparen, die jeder von uns im Alltag umsetzen kann – ohne großen Aufwand. Aber auch Wohnungs- und Hausbesitzer finden hier Tipps, wie sie dauerhaft Heizkosten reduzieren können.

Praktische Tipps, um im Alltag Heizkosten zu sparen

- Nicht zu viel Heizen: Wer die Raumtemperatur durchschnittlich um nur ein Grad senkt, kann auf Dauer bereits ordentlich Heizkosten sparen. Als Orientierungshilfe: Für Wohnräume werden Temperaturen um die 20 Grad empfohlen, während im Schlafzimmer bereits 16 bis 18 Grad ausreichen. Wenig genutzte Räume wie Gästezimmer oder Durchgangszimmer wie Flur und Treppenhaus kommen sogar mit nur 15 bis 16 Grad aus. In der Küche geben Kühlschrank, Geschirrspüler & Co. Wärme ab – hier muss daher nicht so stark geheizt werden.

- Nicht unnötig heizen: Beim Lüften immer die Heizung abdrehen. Anschließend das Thermostat nicht auf höchste Stufe aufdrehen, sondern direkt auf die gewünschte Temperatur einstellen. Beim Heizen nicht nur Fenster, sondern auch Türen schließen – so heizen Räume sehr viel schneller auf. Nachts verhindern dicke Vorhänge, Jalousien und Rollos unnötigen Wärmeverlust. Bei längerer Abwesenheit die Heizung runterdrehen – hier reichen 15 bis 16 Grad aus, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Kälter sollte es aber nicht werden, da ansonsten die Gefahr von Schimmel droht.

- Temperatur messen: Gefühlte Temperaturen können täuschen. Besser: Ein Thermostat im Zimmer gibt genaue Auskunft über die tatsächliche Temperatur.

- Heizkörper nicht verdecken: Heizkörper nicht mit Möbeln zustellen oder mit langen Vorhängen überdecken, da ansonsten zu viel Wärme verloren geht. Gleiches gilt für Handtücher und Wäsche: Lieber einen Wäscheständer aufstellen, damit die Heizung einwandfrei arbeiten kann. Vor allem Thermostate sollten nie abgedeckt werden.

- Heizkörper regelmäßig entlüften: Luft im Heizkörper reduziert die Leistungsfähigkeit der Heizung und sollte daher regelmäßig entlassen werden. Ein Glucksen und schlechte Heizleistung kann auf Luft in der Heizung hinweisen. Tipps zum Entlüften der Heizkörper: Hierzu wird das Entlüftungsventil mit einem Vierkantschlüssel, auch Entlüftungsschlüssel genannt, leicht geöffnet, bis die Luft entwichen ist. Vorsicht: Immer einen Eimer unterstellen, falls beim Entlüften Wasser entweicht. Im Zweifelsfall kann ein Heizungsmonteur die Heizung überprüfen und entlüften. Bei Mietwohnungen ist der Vermieter für die Wartung der Heizung zuständig.

- Heizkostenabrechnung überprüfen: Hier können nicht nur zu viel gezahlte Heizkosten entdeckt und zurückgefordert werden, sondern auch Einsparpotentiale entdeckt werden.

Spezielle Tipps für Wohnungs- und Hausbesitzer zum Heizkosten sparen

- Heizkörper mit Thermostaten ausrüsten: Wichtig ist, dass die Temperatur für jeden Raum individuell eingestellt werden kann. Besonders praktisch sind elektronische Thermostate mit Programmierfunktion: So kann nicht nur die genaue Temperatur eingestellt werden, sondern auch Intervalle zum Heizen. Bei Abwesenheit werden so Heizkosten gespart, aber wenn man zurückkommt, ist das Zimmer angenehm warm.

- Beim Heizen auf Strom und Kohle verzichten: Wenn möglich Solar-Anlagen, Fernwärme oder Holzheizung und Pelletofen nutzen.

- Heizkosten sparen durch gute Wärmedämmung: Viel Wärme geht durch unzureichend isolierte Außenwände oder undichte Fenster verloren. Beim Eigenheim lohnt es sich, in eine gute Wärmedämmung, vor allem bei Fenstern, Türen und beim Dach, zu investieren – so lassen sich langfristig Heizkosten sparen.

- Staatliche Subventionierungen nutzen: Investitionen in eine gute Wärmedämmung und die Nutzung erneuerbarer Energien werden vom Staat gefördert. Gerade für Hausbesitzer lohnt es sich, staatliche Förderungen zu nutzen.

Heizkosten sparen und richtig Heizen: Viele kleine Schritte führen zum Erfolg

Wer Heizkosten sparen will, kann mit vielen kleinen Tricks auf Dauer viel erreichen. Aber nicht alle Maßnahmen sind überall umsetzbar: In einer gemieteten Altbauwohnung muss wahrscheinlich mehr geheizt werden als in einem modernen Energieeffizienzhaus. Außerdem sollte beim Heizen nicht nur auf die Kosten geschaut werden: Wer zu wenig heizt, riskiert nicht nur kalte Füße, sondern schlimmstenfalls auch gesundheitliche Schäden oder Schimmelbildung. Daher ist es wichtig, richtig zu heizen und zu lüften. Wer aber im Alltag auf ein paar kleine Dinge achtet, kann bereits ordentlich Heizkosten sparen. 

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