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Hygiene in der Küche: Darauf kommt es an

Fehlende Hygiene in der Küche kann fatale Folgen haben, beispielsweise Lebensmittelvergiftungen oder Schädlingsbefall. Wie Sie Ordnung schaffen und Ihren Kühlschrank putzen sollten, erfahren sie hier.

17.12.2012 17:15 | 2:43 Min |

Kühlschrank: Keimschleuder in der Küche

Obwohl man es wegen der kühlen Temperatur nicht vermuten mag, auch im Kühlschrank können sich krankmachende Keime und Bakterien breitmachen, warnt die unabhängige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest. Verschiedene Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass sich hier nicht selten mehr Krankheitserreger tummeln als auf der Toilette. Neben der seltenen Reinigung des Kühlschranks kann vor allem die falsche Lagerung von Lebensmitteln die Entstehung von Keimen begünstigen. Daher empfehlen die Experten von Stiftung Warentest, den Kühlschrank nach System beziehungsweise gemäß der verschiedenen Kältezonen einzuräumen.

Hygiene in der Küche beginnt mit einem ordentlichen Kühlschrank

Der Kühlschrank ist in verschiedene Kältezonen eingeteilt, die sich zum Lagern bestimmter Lebensmittelgruppen besonders eignen. Direkt über dem Gemüsefach ist es am kältesten – nach oben hin nehmen die Temperaturen zu. Fisch und Fleisch sollten daher in dem Fach gleich über dem Gemüse eingeräumt werden, empfiehlt Stiftung Warentest. Milchprodukte lagern im mittleren Fach am besten. Weniger empfindliche Nahrungsmittel wie Marmelade, Senf oder Saft können im oberen Kühlfach oder in der Seitentür des Kühlschranks untergebracht werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Lebensmittel stets in geschlossenen Behältern oder zumindest abgedeckt aufzubewahren und den Kühlschrank mindestens einmal im Monat mit Essigreiniger zu säubern.

Weitere Tipps zur Hygiene in der Küche

Vorsicht gilt auch beim Auftauen und Zubereiten von Lebensmitteln. Um etwa die 'Aktivierung' von Keimen beim Auftauen zu verhindern, empfiehlt Stiftung Warentest ein langsames Auftauen im Kühlschrank.

Besonders problematisch ist auch eine Kreuzkontamination, das heißt eine Übertragung der Bakterien von einem Lebensmittel auf ein anderes bei der Essenszubereitung. Dies lässt sich am einfachsten durch eine Trennung des Arbeitsbereiches vermeiden. Für eine bessere Hygiene in der Küche sollten Sie etwa für rohes Fleisch oder rohen Fisch und Rohkost unterschiedliche Arbeitsflächen sowie unterschiedliche Küchengeräte benutzten und diese möglichst gleich nach der Zubereitung des Essens mit heißem Wasser (mindestens 70 Grad Celsius) reinigen. Den Spüllappen nach dem Abwasch zum Trocknen ausbreiten – sonst können sich Küchen-Keime schnell vermehren.

Und natürlich ganz wichtig: Händewaschen nicht vergessen – am besten vor jedem neuen Arbeitsgang. Auf diese Weise lässt sich eine Übertragung von Bakterien beim Kochen ganz einfach vermeiden.

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