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Sperrmüll von anderen mitnehmen – ist das erlaubt?

Sperrmüll, der am Straßenrand steht, wirkt auf so manch einen anziehend. Warum auch Möbel kaufen, wenn man sich anderweitig kostenlos bedienen kann? Doch wie sieht die Rechtslage aus?

08.06.2009 05:30 | 2:29 Min | © SAT.1

Darf man Sperrmüll von anderen mitnehmen?

Wer sein Zuhause neu einrichten  möchte, muss Altes erst einmal entsorgen. Laut Mietrecht darf Sperrmüll allerdings nicht in den Hausmüll, dafür sind die Möbel – wie der Name schon indiziert – zu sperrig. Stattdessen wird Sperrmüll an den Straßenrand gestellt und zu einem festgelegten Termin von der Sperrmüllabfuhr abgeholt. Abstauber sehen hier die Gunst der Stunde – warum sollten sie sich auch nicht an unliebsam gewordenen Möbelstücken bedienen?

Richter Alexander Hold klärt auf: Solange der Müll noch nicht abgeholt wurde, ist allein die Müllabfuhr berechtigt, den an der Straße stehenden Sperrmüll mitzunehmen. Wer sich also ungefragt an fremdem Sperrmüll bedient, begeht eigentlich Diebstahl und macht sich strafbar.

Wofür gilt die Regelung noch?

Diese Regelung gilt neben normalem Sperrmüll erst recht für Dinge, die für karikative Organisationen vor die Tür gestellt werden. Wird beispielsweise ein Altkleidersack vor die Haustür positioniert, soll damit eine Hilfsorganisation unterstützt werden und nicht der Nachbar von nebenan.

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