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Zwischen Grunderwerbsteuer und Notarkosten

Nebenkosten-Wohnungskauf – Informationen und Tipps

Nebenkosten-Wohnungskauf – beim Immobilienkauf sollten Sie alle anfallenden Kosten im Blick haben. Hier finden Sie Tipps zu Nebenkosten beim Wohnungskauf.

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© M. Schuppich - Fotolia

Nebenkosten-Wohnungskauf – Womit Sie rechnen müssen

Immobilienkauf gilt als sichere Investition, zumal andere Formen der Geldanlagen gerade kaum noch für Rendite sorgen. Außerdem wird der Traum vom Eigenheim für viele gerade greifbarer denn je, da die Wohnungsfinanzierung problemlos zu klären scheint: Die Zinsen für Baukredite sind so niedrig wie nie. Allerdings wird über die günstige Kauf- und Baufinanzierung schnell vergessen, dass ein Grundstücks- oder Wohnungskauf für den Käufer mit nicht unerheblichen Nebenkosten verbunden ist.

Gestiegene Nebenkosten – Wohnungskauf wird teurer

Zu den üblichen Nebenkosten beim Wohnungskauf gehören:

  • Grunderwerbsteuer
  • Notarkosten
  • gegebenenfalls eine Maklerprovision

1. Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf

In Deutschland wird bei jedem Erwerb von Grundeigentum die sogenannte Grunderwerbsteuer fällig. Diese Grunderwerbsteuer ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. In Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer zum Beispiel 3,5%, in Berlin ganze 6%.

2. Kosten für Notar und Gericht

Beim Kauf von Immobilien muss in Deutschland immer ein Notar zugeschaltet werden. Notargebühren sind beim Immobilienkauf somit unumgänglich. Die Gebühren für Notare sind zum 1. August 2013 von 1,5% auf 2% des Kaufpreises gestiegen.

3. Provision für Makler und Immobilienhändler

Da der Immobilienmarkt immer angespannter wird, florieren die Geschäfte von Maklern und Immobilienhändlern. Die Maklerprovision macht gerne zwischen 3 und 5% des Kaufpreises aus. In Berlin darf die Maklerprovision übrigens höchstens 7,14% des Kaufpreises betragen. In einer Stadt wie Berlin oder Frankfurt am Main können neben der tatsächlichen Kaufsumme einer Immobilie die Nebenkosten beim Wohnungskauf noch einmal bis zu 15% des Kaufpreises ausmachen.

Es kann sich also lohnen, beim Wohnungskauf auf Angebote von privaten Verkäufern zu warten.

Weitere Nebenkosten, die beim Wohnungskauf zu beachten sind

Auch wenn bei einer Eigentumswohnung keine monatliche Miete zu zahlen sind, fallen dennoch monatliche Nebenkosten und Betriebskosten an – und zwar nicht nur für Ihre eigene Wohnung, sondern auch in Form monatlicher Hausnebenkosten, für die üblicherweise die Eigentümergemeinschaft aufkommen muss:

  • Kosten für Wasser und Strom sowie Heizkosten
  • Müllentsorgung
  • Versicherungen
  • Grundsteuer
  • gegebenenfalls Kosten für Verwalter, Hausmeister, Treppenhausreinigung usw.

Weitere Nebenkosten für Eigentumswohnungen können durch notwendige Renovierungen oder Sanierungen auf Sie zukommen. Informieren Sie sich daher vor einem Wohnungskauf über die Instandhaltungskosten der letzten Jahre und ob aktuell oder in Zukunft Instandhaltungsmaßnahmen anstehen.

Nebenkosten beim Wohnungskauf in der Finanzierungsplanung

Der Traum von einer Eigentumswohnung muss nicht an diesen Nebenkosten beim Wohnungskauf scheitern, solange Sie sich gut informieren und wirklich alle tatsächlich anfallenden Kosten in Ihre Finanzierungsplanung miteinbeziehen. 

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