17:30 SAT.1 Bayern

Lebensformen

Neue Heimat

Welche Vorstellungen bringen Menschen mit, die in einem völlig anderen Kulturkreis aufgewachsen sind, wenn Sie das erste Mal nach Deutschland kommen? Und was passiert, wenn sie erfahren, dass es hier ganz und gar anders zugeht?

Lillian Ikulumet aus Uganda und Mohamad Alkhalaf aus Syrien waren bereits in ihren Heimatländern journalistisch tätig und mussten wegen ihrer kritischen Berichterstattung flüchten. In der Süddeutschen Zeitung haben sie seit einem guten Jahr eine eigene Kolumne. Jeden Freitag veröffentlichen sie abwechselnd mit zwei weiteren Geflüchteten Geschichten aus ihrem Alltag in der „Neuen Heimat“ Bayern auf der „Leute“-Seite. SZ-Redakteur Korbinian Eisenberger leitet das Projekt.

Welche Vorstellungen bringen Menschen mit, die in einem völlig anderen Kulturkreis aufgewachsen sind, wenn Sie das erste Mal nach Deutschland kommen? Und was passiert, wenn sie erfahren, dass es hier ganz und gar anders zugeht? Wie vereinbaren sie mitgebrachte Traditionen und Wertevorstellungen mit den neuen Eindrücken? Das hat SZ-Redakteur Korbinian Eisenberger interessiert und er hat dafür geflüchtete Menschen mit journalistischem Hintergrund gesucht, die diese Erfahrungen selbst gemacht haben.

Mohamad lebt seit circa einem Jahr in der Nähe von München und befasst sich in seinen Texten oft mit dem Thema Frauen. In Syrien denkt jeder, deutsche Frauen wären alle wie Heidi Klum oder Claudia Schiffer: blond, blauäugig und nur an Mode interessiert. Als er, bald nach seiner Ankunft hier, Rebecca kennenlernt, wird er schnell eines Besseren belehrt: Sie hatte noch nie blonde Haare und blaue Augen schon gar nicht. Und man kann sich mit ihr über weit mehr als nur Mode unter- halten.

Lillian, seit mittlerweile sechs Jahren in München, ist ein Genussmensch und hat sich in die bayerische Küche verliebt. Dampfnudeln, Schweinebraten und ein kühles Weißbier: da kann Lillian nicht widerstehen. Zuhause in Uganda hätte sie nie auch nur einen einzigen Gedanken an Abnehmen oder Diäten verschwendet. Aber Uganda ist eben nicht München und so berichtet sie mit mehr als nur einem Augen- zwinkern von ihren ersten Erfahrungen mit dem vermeintlich feschen Fitnesstrainer. Gast im Studio ist der Schauspieler und Musiker Ahmad Pouya, selbst aus Afghanistan geflüchtet und zurzeit als Ali in der Produktion „Angst essen Seele auf“ im Theater der Jugend in München zu sehen.

Eine Produktion des Evangelischen Fernsehens

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