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Beim Schloss Neuschwanstein gingen Pferde einer Kutsche mit zwölf Fahrgästren durch

Kutschunfall bei Neuschwanstein

Eine Kutsche mit zwölf Fahrgästen ist am Sonntag auf dem Weg nach Schloss Neuschwanstein außer Kontrolle geraten. Aus zunächst unbekannter Ursache gingen bei dem Unfall in Schwangau im Landkreis Ostallgäu die beiden Pferde durch, wie die Polizei mitteilte.

Eine Kutsche mit zwölf Fahrgästen ist am Sonntag beim Schloss Neuschwanstein von der Fahrbahn abgekommen und auf einen Feldweg gekracht, wo sich die meisten Fahrgäste durch einen Sprung von der Kutsche in Sicherheit bringen konnten. Eine 55-jährige Touristin wurde allerdings von der Kutsche geworfen und verletzte sich an der Schulter. Dem Kutscher gelang es nicht, die Pferde unter Kontrolle zu bringen, so dass die Fahrt erst endete, als sich die vordere Achse an einem Baum verfing. Bei dem Unfall wurden zwei Menschen leicht und eine Person etwas schwerer verletzt. Der entstandene Schaden beträgt etwa 10.000 Euro. Die Pferde blieben unverletzt. (dpa)

Susi Schimmer ist seit 35 Jahren Kutscherin. Sie weiß, dass man nie endgültig ausschließen kann, dass die Tiere durchgehen.

"Ein Pferd ist halt ein Fluchttier und das kann sich mal erschrecken. Manchmal ist vielleicht der Kutscher unerfahren, aber oft sind die Umwelt und äußere Einflüsse schuld. Wenn man am Fahren ist gehen die Leute vorbei und hauen dem Pferd auf den Hintern. Und die Tiere sehen das ja gar nicht, weil sie Scheuklappen haben."

Ein weiteres Problem: Kutscher kann jeder sein, weil man in Bayern keinen Personenbeförderungsführerschein für eine Kutsche braucht. Das soll sich jetzt ändern.

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