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Raubmord: Tat einer Familienbande

Soko Höfen: Vierter Tatverdächtiger gefasst

Es hat fünf Wochen gedauert - doch nun ist der grausame Doppelmord von Höfen bei Bad Tölz aufgeklärt. Auch der vierte dringend Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Das Verbrechen ist nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen die Tat einer Familienbande.

Fahndungserfolg im Doppelmordfall von Höfen bei Bad Tölz: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist jetzt auch der vierte dringend Tatverdächtige gefasst worden. Die Polizei teilte am Montag mit, dass das Gewaltverbrechen "weitestgehend aufgeklärt" sei. Es stellt sich demnach als Tat einer Familienbande dar. Eine polnische Pflegerin, ihr Sohn und ihr Bruder sollen daran beteiligt gewesen sein.

Doppelmord: Senioren brutal ermordet

In einem Haus im Weiler Höfen der Gemeinde Königsdorf waren in der Nacht zum 23. Februar eine Frau (76) aus dem Raum Frankfurt am Main und ein Mann (81) aus Nordrhein-Westfalen ermordet worden - beide Bekannte der überlebenden 76 Jahre alten Hausbesitzerin. Die Ermittler gehen von zweifachem Raubmord und von Mordversuch aus. Drei Tatverdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft, darunter die Pflegerin, die in dem Haus der einzigen Überlebenden zeitweise beschäftigt war, und ihr 23-jähriger Sohn. Bei dem nun Festgenommenen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den sechs Jahre jüngeren Bruder der 49-Jährigen. Der Sohn der Pflegekraft war Ende Februar im polnischen Stettin festgenommen worden. Nach Überzeugung der Polizei war er ebenso wie der nun nach dpa-Informationen in Polen festgenommene Onkel des 23-Jährigen unmittelbar an der Tat beteiligt.

Zwei Männer in Polen festgenommen

Mitte Februar hatten Fahnder im südostpolnischen Rzeszow einen 32-Jährigen ebenfalls unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der Mann war nur wenige Stunden nach dem Verbrechen mit zwei Verdächtigen an einer Raststätte der Autobahn von Garmisch-Partenkirchen nach München (A95) von einer Überwachungskamera gefilmt worden. Die Pflegerin, die sich zeitweise um den inzwischen verstorbenen Mann der Hausbesitzerin gekümmert hatte, sitzt in Deutschland in Untersuchungshaft. Sie war in Brandenburg festgenommen worden. Über ihre mutmaßliche Tatbeteiligung teilten die Ermittler bislang nichts mit. Sie dürfte zumindest als Informantin der Haupttäter gelten. Die Hausbesitzerin war von ihren Peinigern schwer verletzt zurückgelassen und erst drei Tage später von der Polizei gefunden worden. Sie liegt nach wie vor im Krankenhaus. Nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Thalmeier hat sich ihr Gesundheitszustand zwar gebessert. Vernehmungsfähig ist die Seniorin aber noch immer nicht. (dpa)

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