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Die Ausbildung zur Astronautin beginnt

Wird eine Bayerin die erste Astronautin?

Einmal die Welt von oben sehen - ein Traum, der bisher noch keiner deutschen Frau erfüllt wurde. Das will die private Initiative "Die Astronautin" ändern. Heute wurde die gebürtige Münchnerin Nicola Baumann zusammen mit einer weiteren Kandidatin für die Astronauten-Ausbildung ausgewählt.

Eine private Initiative will gezielt eine deutsche Frau als Astronautin ins All schießen. Nach harten Tests und Auswahlverfahren standen im März sechs Talente in der Schlussrunde. Unter ihnen die gebürtige Münchnerin Nicola Baumann.

Sechs Finalistinnen

Die sechs Frauen, die es ins Finale geschafft hatten gehören zu den 400 hoch qualifizierte Bewerberinnen, die sich auf die Ausschreibung vor rund einem Jahr gemeldet hatten. Die Kandidatinnen der engeren Auswahl wurden in den vergangenen Monaten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt intensiv auf ihre Tauglichkeit überprüft. Die Gewinnerin des Wettbewerbs soll als erste deutsche, klassisch ausgebildete Astronautin zehn Tage auf der Internationalen Raumstation ISS verbringen. Sponsoren sollen die mehr als 30 Millionen Euro teure Ausbildung und den späteren Trip ins All finanzieren. Nicola Baumann wurde heute zusammen mit einer weiteren Finalistin ausgewählt. Die beiden Frauen dürfen jetzt die Ausbildung zur Astronautin absolvieren. Wer letztendlich dann ins All fliegen darf ist aber noch offen.

Nicola Baumann

Die in München geborene Eurofighter-Pilotin, Jahrgang 1985, ist bei der Bundeswehr. Seit ihrer Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin in den USA sind Geschwindigkeiten von mehr als 2.000 Stundenkilometern und Überschläge in der Luft für sie Alltag. Ihr Traum aber bleibt eine Karriere in der Raumfahrt. Um mithalten zu können, hat sie zusätzlich ein Fernstudium in Maschinenbau draufgesattelt. Baumann ist verheiratet und lebt in Köln. Zu ihren Hobbys gehören Skifahren, Mountainbiken, Kitesurfen und Tauchen. (dpa)

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