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Arbeitgeber achten vermehrt darauf

Höhere Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen

Erste Hilfe von Passanten hat schon vielen Menschen das Leben gerrettet. Erfreulich: Die Zahl derjenigen, die einen Kurs machen, steigt. Dafür sind aber auch die Arbeitgeber verantwortlich.

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© dpa

Die Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen in Bayern hat zugenommen.

"Die Zahl der Teilnehmer ist bei uns in den letzten Jahren um 30 Prozent gestiegen", sagt Miriam Wolf von der Johanniter-Unfall-Hilfe Bayern.

Haben 2005 nur 48.000 Personen einen Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern absolviert, sind es mittlerweile 67.000 Personen. Gut 71.000 haben die Grundlagen der Ersten Hilfe vergangenes Jahr beim Malteser Hilfsdienst gelernt und weitere 337.000 beim Bayerischen Roten Kreuz. 

"Das ist eigentlich eine gute Quote. Aber unter den Kursteilnehmern sind auch viele, die ihre Kenntnisse nur auffrischen", sagt Felix Höpfl, Malteser-Ausbildungsleiter in Bayern und Thüringen.

Viele Betriebe achten mittlerweile verstärkt darauf, dass ihre Mitarbeiter alle zwei Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Außerdem hat sich das Konzept geändert: Ein Kurs dauert nur noch einen Tag, nicht mehr zwei Tage. Die Praxis steht dabei im Vordergrund. 

Bei den Teilnehmern scheint das gut anzukommen. "An einigen Standorten sind die Kurse so gut belegt, dass es Wartelisten gibt", sagt Hanna Hutschenreiter vom Bayerischen Roten Kreuz. Insbesondere in den Städten ist es mühsam, genügend Trainer zu finden. "In München suchen wir wirklich händeringend", sagt Höpfl, Ausbildungsleiter bei den Maltesern. Viele Ausbilder sind Studenten oder Senioren, die sich etwas dazuverdienen wollen.

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