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17-Jähriger ertrinkt in Baggersee

Erste-Hilfe: Richtig reagieren in 10 Schritten

Ein Jugendlicher ist bei einem Badeunfall in Schwaben tödlich verunglückt. Um im Notfall richtig reagieren zu können, sollte jeder die Erste-Hilfe-Schritte des Bayerischen Roten Kreuzes kennen.

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© dpa

Ein 17 Jahre alter Jugendlicher ist am Friedberger Baggersee ertrunken. Nach Polizeiangaben vom Samstag wollte der 17-Jährige mit Freunden zu einer Insel im Friedberger Baggersee schwimmen, als ihn die Gruppe nicht mehr sah. Gegen 21:30 Uhr riefen sie die Rettungskräfte. Die Suche gestaltet sich vor allem wegen der Dämmerung und des Beschaffenheit des Ufers schwierig. Schließlich konnte der junge Mann in sieben Meter Tiefe geborgen werden. Reanimationsmaßnahmen vor Ort sowie im Krankenhaus blieben erfolglos. (dpa)

Erste-Hilfe Tipps

Erste Hilfe kann im Ernstfall dem Opfer lebensrettende Sekunden schenken. Auf ihrer Website verweist das Bayerische Rote Kreuz daher auf zehn Schritte, die im Notfall zu beachten sind. Wichtig dabei ist die Reihenfolge und, dass die Ersthelfer Ruhe bewahren.

  1. Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick. Wie viele Menschen sind verletzt und wer braucht meine Hilfe zuerst?
  2. Bringen Sie die Betroffenen aus der Gefahrenzone (Aus dem Wasser oder von der Straße).
  3. Setzen Sie einen Notruf ab und beantworteten Sie die fünf "Ws" Wo? Was? Wie viele? Welche? Warten!
  4. Versuchen Sie den Verunglücken anzusprechen. Falls dieser antwortet erklären Sie ihm ruhig, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, was Sie als nächstes tun werden.
  5. Führen Sie, falls der Verletzte nicht antwortet, eine Atemkontrolle durch. "Fassen Sie mit einer Hand an die Stirn, mit der anderen an das Kinn und beugen Sie den Kopf im Nacken. Schauen Sie, ob der Brustkorb sich hebt, prüfen Sie, ob Atemgeräusche hörbar oder spürbar sind", erklärt das BRK.
  6. Legen Sie das Opfer, sollte es atmen, aber nicht ansprechbar sein, in die stabile Seitenlage. Tipps für das Schritt-für-Schritt Vorgehen finden Sie hier.
  7. Sollte der Verletzte weder reagieren noch atmen, starten Sie mit der Herzdruckmassage. Wichtig ist, dass Sie die Druckmassage bei einer Frequenz von einmal pro Sekunde halten. Blasen Sie, erst nach 30 Druckmassagen, eine Sekunde lang, durch die Nase Luft in die Lungen des Verletzten.
  8. Wenn der Verletzte nach Luft ringt, hauen Sie ihm bis zu fünf Mal mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter auf den Rücken.
  9. Können Sie ein stark blutende Wunde entdecken, legen Sie einen Druckverband an.
  10. Warten Sie bei dem Verunglückten bis die Rettungskräfte eingetroffen sind.

(Quelle: BRK)

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