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Debakel für die SPD, Triumph für die CDU

Nach CDU-Sieg in NRW: "Schulz-Festspiele" sind vorbei

Schlimmer hätte es für die SPD und Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht kommen können: Die "kleine Bundestagswahl" in NRW endet für die Sozialdemokraten in einer krachenden Niederlage.

15.05.2017 10:00 Uhr
NRW Wahlsieg
Der Spitzenkandidat der CDU, Armin Laschet, jubelt am 14.05.2017 in Düsseldorf nach der Bekanntgabe der ersten Ergebnisse auf der CDU-Wahlparty. © Oliver Berg/dpa

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Union nach dem CDU-Wahlsieg in Nordrhein-Westfalen ermahnt, auf dem Teppich zu bleiben. Das CDU-Ergebnis dort sei eine "großartige Leistung", die Union sei "richtig glücklich", sagte Seehofer am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur in München. "Gratulation an Armin Laschet und Angela Merkel." Stimmungen könnten sich aber "fast torpedoartig ändern", warnte der bayerische Ministerpräsident. "Deshalb ist das noch längst keine Vorentscheidung für die Bundestagswahl." Die Wegstrecke bis zur Wahl im September sei nämlich noch genau so lange wie seit dem Beginn des Hypes um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bis jetzt.

Noch viel Zeit bis zu den Bundestagswahlen

Seehofer sagte allerdings, er habe Recht behalten: Er habe schon vor gut einer Woche gesagt, die "Schulz-Festspiele" seien vorbei. "Und so ist es." Er sprach nach dem CDU-Sieg zudem von einer "Stabilisierung der Union". "Aber mehr ist es nicht." Deshalb müsse man die kommenden Monate bis zur Bundestagswahl sehr klug und sehr bescheiden angehen.

Ausschlaggebend für die deutliche Wahlniederlage von Rot-Grün in Düsseldorf ist nach Einschätzung Seehofers eine schlechte Regierungspolitik gewesen, etwa in den Bereichen Bildung und Innere Sicherheit. "Es zeigt, wie schnell sich die Stimmung in der Bevölkerung verändert, wenn die Leistung nicht stimmt." Den Rücktritt von Hannelore Kraft als SPD-Landeschefin nannte er "konsequent".

Söder zur NRW-Wahl

Für die SPD-Schlappe ist nach Ansicht von Bayerns Finanzminister Markus Söder SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz mitverantwortlich. "Das Wahlergebnis ist eine Erdrutschwahl. Der Schulz-Effekt zieht die Partei weiter runter", sagte der CSU-Politiker. (dpa)

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