24 Stunden
Mi 03.12.2014, 23:30

Meine Bühne, mein Traum, mein Leben

 

Menschen, die als Schauspieler, Musiker oder Tänzer ihr Publikum erfolgreich begeistern, werden bewundert und bejubelt. Sie strahlen im Scheinwerferlicht, füllen die Gazetten, werden mit Ruhm, Glamour und Reichtum in Verbindung gebracht.

Große Stars dienen für ihr Publikum oft als Projektionsflächen. Sie verkaufen Träume. Doch, was bedeutet es, sein Lebensunterhalt als Künstler zu bestreiten? Ist ein Leben auf den "Brettern, die die Welt bedeuten" tatsächlich der Traumberuf? 

Die 24 Stunden Reportage Spezial "Meine Bühne, mein Traum, mein Leben" begleitet drei verschiedene Generationen von Sängern in ihrem Alltag. Alle drei wollen Menschen unterhalten und brennen für ihren Lebenstraum. Doch durch ihren Altersunterschied ergeben sich verschiedene Blickwinkel auf das Showbusiness. Wovon der Eine noch träumt, das hat der Andere längst erreicht.

Die Reportage begleitet die Drei ein Stückweit in ihrem Alltag. Ein Film über Hoffnungen, Erfolge,  Routine, Ernüchterung, Zweifel und harte Arbeit. 

Die Protagonisten

Linda Antonia Heue stammt aus Bad Tölz. Das Mädchen ist 17 Jahre alt. Seit Kindertagen steht für sie fest: "Ich will auf die Bühne". Linda liebt das Tanzen und wagt sich aus der behüteten Heimat ohne Eltern nach Berlin. Auf der staatlichen Ballettschule lernt sie klassischen Tanz. Doch die Bedingungen sind hart. Nach drei Jahren kehrt das Mädchen in seine Heimat zurück.

In Bad Tölz widmet sich Linda sich ihrem zweiten Talent: dem Singen, denn ihren Bühnentraum will sie nicht aufgegeben. Lindas Stimme ist markant. Mit Disziplin und eisernem Willen findet sie schnell Anschuss. Inzwischen singt sie in verschiedenen Tölzer Bands.

Im Sommer gelingt Linda ein Coup. Das Mädchen entschließt sich, an einem Casting für die TV-Show " The Voice of Germany " teilzunehmen. Es wird ein Durchmarsch. Linda kommt in die Show. Sie zählt zu den Talenten, die sich vor den prominenten Coaches beweisen müssen.  

Detlef Leistenschneider, 41, lebt mit seiner Familie in Hamburg. Der gebürtige Saarländer studierte das Fach Musical der Berliner Universität der Künste. Schon während des Studiums hatte er Engagements in Düsseldorf und Berlin. Nach dem Studium wird er das erste Mal für eine Hauptrolle besetzt. Allerdings nur als Zweitbesetzung. Doch mit seinen Auftritten in dem Musical „Rocky“ boxt er sich in die Herzen der Produzenten und bekommt seine große Chance – die männliche Hauptrolle in dem neuen Hamburger Musical "Das Wunder von Bern". "Für mich ein Sechser im Lotto", sagt Detlef Leistenschneider, für den mit dieser Rolle ein Traum in Erfüllung geht.

Jürgen Drews wollte nie auf die Bühne. Es waren seine Eltern, die ihm die Schüchternheit "austreiben" wollten und ihn ins kalte Wasser warfen. Jürgen Drews hatte Talent. Er sah gut aus, überwand seine Komplexe und wurde erfolgreich. Erst bei den Les Humphreys-Sängern und dann auch als Solist. Mit "Ein Bett im Kornfeld" landete er seinen größten Hit.

Heute ist Jürgen Drews 69 Jahre alt. Doch die Bühne ist noch immer sein zu Hause. Gerade hat sich der Sänger wieder etwas Neues einfallen lassen. Er geht auf Deutschlandtour- mit eigener Live-Band. So etwas hat er bisher noch nicht gemacht. Bei den Proben zur Tour spricht er von Versagensangst.

Doch Jürgen Drews ist Profi und mit einer Portion gesundem Selbstbewusstsein ausgestattet. Er braucht die Herausforderung, um sich lebendig zu fühlen. Der Beruf hat ihn süchtig gemacht. Süchtig nach Applaus und der Liebe des Publikums.

Auf der Tournee singt er Lieder, die ihn in seinem Leben begleitet haben und ihm etwas bedeuten. Wie wird das Publikum reagieren und wie schaut der erfolgreiche Medien- und Showprofi auf sein langes und ereignisreiches Bühnenleben zurück?

Ein Film von Thomas Riedel.

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