AKTE

Infos zu den Fällen der Sendung

akte-Spezial: Wenn das eigene Kind plötzlich verschwindet

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Rund 8000 Kinder und Jugendliche wurden laut BKA-Angaben 2015 als vermisst gemeldet. Es ist der Alptraum jeder Familie, wenn die Tochter oder der Sohn nicht mehr nach Hause kommt. Wir gehen in unserem "akte 20.16 Spezial: Vermisst – Wenn Kinder plötzlich verschwinden" am Dienstag, 28. Juni 2016, um 22:15 Uhr mysteriösen Vermissten-Fällen nach.

So wie dem Schicksal der achtjährigen Deborah Sassen, deren Verschwinden vor 20 Jahren die Schlagzeilen in Deutschland beherrschte: Es sind nur ein paar hundert Meter von der Schule nach Hause, doch dort kommt das Mädchen nie an. Mutter Dagmar ist sich bis heute sicher: Ihre Tochter muss noch leben. Unser "akte"-Reporter begleitet die Suche der Mutter seit 20 Jahren mit der Kamera. Die Geschichte eines vermissten Kindes aus der Perspektive einer Mutter, die ihre Tochter nie aufgibt.

Die Fälle unseres Spezials:

1. Debbie Sassen

  • verschwunden seit dem 13. Februar 1996
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Debbie war 8 Jahre alt, als sie ihr Schulgebäude verließ, um zum Mittagessen nach Hause zu gehen. Dort ist sie nie angekommen. Mit der bis heute größten Suchaktion der Düsseldorfer Polizei wurde  das Mädchen gesucht. Bis heute ohne Erfolg und ohne jedes Fundstück wie Kleidung, Turnbeutel etc. Zeugen können sich nach wie vor bei der Polizeidirektion Düsseldorf unter der Telefonnummer 0211-8700 melden.

2. Diana Ferch

  • verschwunden seit Ende Juni 2011
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Die gebürtige Stralsunderin war psychisch am Ende und wollte eine Auszeit nehmen. So verabschiedete sie sich telefonisch von ihrer Mutter mit der Ankündigung eine Auszeit zu nehmen. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass Diana Ferch das letzte Mal in Güstrow am 27. Juni 2011 lebend gesehen wurde. Von dort wollte sie nach Mirow wandern, wo ein Treffen mit Freunden vereinbart war. Doch auf dem Campingplatz kam sie vermutlich niemals an. Die Polizei ging von einem Gewaltverbrechen aus. Zweifel an dieser Theorie wurden wach, als ein Ehepaar in Niebühl in Schleswig-Holstein angab, die damals 27 Jahre alte Frau im Januar 2013 vor seinem Haus gesehen und mit ihr gesprochen zu haben. Die Angehörigen suchen mit Hilfe einer Facebook-Seite weiter nach Diana.

3. Familie Schulze

  • verschwunden seit dem 24. Juli 2015
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Am letzten Schultag vor den Sommerferien verliert sich die Spur der Familie Schulze aus dem niedersächsischen  Drage, bestehend aus Vater Marco (41), Mutter Sylvia (43) und Tochter Miriam (12). Am Abend des 22. Juli wird Marco Schulze noch einmal gesehen, als er die Mülltonne vor die Tür stellt. Als Sylvia Schulze am darauffolgenden Tag nicht zur Arbeit erscheint und auch nicht ans Handy geht, verständigen die Kollegen die Polizei. Auch Marco Schulze ist nicht an seiner Arbeitsstelle und nicht erreichbar. Nichts deutet darauf hin, dass die Familie weggefahren ist: Geldbeutel, EC-Karten und Pässe liegen im Haus, die Autos stehen davor. Umfangreiche Suchmaßnahmen der Polizei beginnen. Eine Woche später wird Marco Schulze bei Lauenburg tot in der Elbe gefunden - mit einem über 20 Kilo schweren Betonklotz an seinem Körper. Die Polizei ist sich sicher: Marco Schulze hat Selbstmord begangen. Er hat seinen Suizid so inszeniert, dass er nicht gefunden werden wollte. Eine Vermutung, für die es bis heute keine Spuren und Beweise gibt: Zuvor hatte Marco Schulze vermutlich Frau und Tochter getötet und ihre Körper versteckt. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen der Polizei sind die Leichen von Mutter und Tochter bis heute nicht gefunden worden. Mögliche Hinweis können bei der Polizei Buchholz unter 04181 - 2850 abgegeben werden.

4. Ellen Bauerschmidt

  • verschwunden am 4. Mai 2016, wiedergefunden nach 2 Wochen
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Die 17-jährige Ellen wurden von ihrem Vater am 4. Mai 2016 um 17.00 noch auf einer Bank sitzend gesehen. Gemeinsam mit ihrem Freund Patrick, mit dem sie seit Dezember zusammen ist. Ellen soll um 19.30 zuhause sein. Doch sie erscheint nicht. Die Eltern rufen sie an. Das Handy ist aus. Sie rufen bei ihrem Freund an. Der sagt, Ellen sei um 19.30 gegangen, doch sie kommt nie zu Hause an. Wir zeigen das Familiendrama – welches dennoch eine Geschichte mit Happy End wird.

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