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Oft sind Flüsse und Bäche der Grund für Todesfälle

Gefahr für Schwimmer: Flüsse und Seen

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Sommerzeit ist Badezeit. Damit häufen sich leider die Unfälle und Todesfälle: Erst am Wochenende sind im niederländischen Badeort Katwijk in der Nordsee ein deutscher Vater und seine Tochter gestorben. Um die größten Gefahren zu meiden, sollten Schwimmer und Freizeitsportler einige Regeln beherzigen.

Am Sonntag wollte ein zehnjähriges Mädchen ihre Freundin aus der stürmischen Nordsee vor Katwijk retten. Als das Kind selbst in Not geriet, eilte ihr Vater zu Hilfe, der ebenfalls Schwierigkeiten mit der starken Strömung bekam. Helfer der niederländischen Rettungsgesellschaft KNRM konnten zwar Vater und Tochter bergen, beide starben jedoch kurze Zeit später. "Die dritte Schwimmerin, um die es eigentlich ging, konnte mit Hilfe von anderen an Land kommen und blieb unverletzt", sagte der Sprecher der KNRM.

Egal, ob Meer, Badesee oder Fluss, Gewässer bergen Gefahren, deren sich Badegäste und Freizeitsportler bewusst sein sollten. "Oft sind Flüsse und Bäche der Grund für Todesfälle. Die Isar ist ein Gebirgsfluss, der schon im Normalzustand eine veritable Geschwindigkeit hat, etwa im Gegensatz zur Donau", erklärt Martin Janssen, Pressesprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Allein 2013 starben 182 Personen in fließenden Gewässern.

Wo herrscht Badeverbot? Und worauf sollten Sie jetzt achten?

Ein weiterer Gefahrenpunkt für Schwimmer sind unbewachte Badeseen und Teiche. Im vergangenen Jahr gab es dort 160 Todesopfer. "Alleine zu schwimmen birgt ein großes Risiko, niemand kann helfen oder gar retten", sagt Martin Janssen. In den Meeren lassen dagegen vergleichsweise wenige Menschen ihr Leben. "Das schwankt zwischen 3,4 und sieben Prozent aller Todesopfer. An den Touristenströmen gemessen, ist das nicht viel."

Auch wenn Gewitter für Schwimmer eine extreme Bedrohung darstellen, spielen Blitze faktisch keine Rolle. "In den vergangenen zehn bis 15 Jahren gab es vereinzelte Todesfälle, mehr nicht", ergänzt Martin Janssen.

Diese Tipps gibt der DLRG Schwimmern, Freizeitsportlern und Erholungssuchenden:

  • Generell nicht in Flüssen schwimmen: Strömung, Strudel und Schifffahrt stellen potenzielle Risiken dar.
  • Nicht an unbewachten Stränden und entsprechenden Uferabschnitten ins Wasser gehen.
  • Nicht alleine schwimmen.
  • In unbekannte Gewässer nicht einfach hineinspringen. Ist das Wasser zu flach, birgt das Lebensgefahr.
  • An Stränden oder Ufern sollten die Markierungen, die Beflaggung und Verbote beachtet werden.
  • Bei Kindern sollen Eltern immer in direkter Nähe sein.
  • Wenn man friert, sollte man das Wasser verlassen.
  • Wer in Strömung gerät, sollte nicht dagegen anschwimmen, sich stattdessen mit dem Wasser bewegen und sich seitlich aus dem Gewässer entfernen.
  • Auf Informationen über bakterielle Sauberkeit der Gewässer achten.

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