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Katwarn - So funktioniert die Warn-App

Mit dieser App werden Sie im Ernstfall gewarnt

Sicherheit ist heute eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen. Ob Extremwetter und Klimawandel, Terrorgefahr und internationale Krisen oder das ganz alltägliche Leben in einer technisierten Welt – in Gefahrensituation, Unglücksfällen und Katastrophen ist es wichtig, die Menschen schnell und genau zu informieren. Seit fünf Jahren steht dafür das vernetzte Warnsystem Katwarn als Hilfsmittel deutschlandweit zur Verfügung.

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© Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

Seit 2011 ist KATWARN im Betrieb und wird Schritt für Schritt in ganz Deutschland eingeführt. Bei Unglücksfällen zeigt die kostenlose Smartphone-App ortsbezogene Warnungen und Verhaltensmaßnahmen an.

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So funktioniert die App genau

Katwarn wurde 2008 im Auftrag der öffentlichen Versicherer vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS entwickelt. Bei Unglücksfällen wie Großbränden, Bombenfunden, Terrorwarnungen oder Wirbelstürmen ermöglicht es verantwortlichen Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehrleitstellen oder Unwetterzentralen, ihre Warninformationen direkt und ortsbezogen auf die Mobiltelefone der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu senden. Im Falle einer Warnung oder Information ertönt ein spezieller Alarm auf dem Mobiltelefon mit Vibrationseffekt. Kurztexte geben zusätzlich konkrete Verhaltenshinweise.

Wer kann sich anmelden und wie

Smartphone-Besitzer laden die kostenlose App im jeweiligen Store runter (verfügbar für iPhone, Android Phone und Windows Phone) und aktivieren die Mitteilungen. Alternativ verschickt Katwarn kostenlose Warnungen per SMS oder E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleitzahl. Wer Warnungen für seine Umgebung erhalten möchte, muss eine SMS mit dem Inhalt: 
„KATWARN 12345 muster-mann@mail.de (anstelle 12345 die eigene Postleitzahl und optional E-Mail eintragen)." an 0163-755 88 42 schicken. Alles zur Anmeldung erfahren Sie auch hier.

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© Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

Was kostet es & wer macht mit

Für alle Nutzer der App und des SMS/E-Mail-Dienstes ist der Warndienst kostenlos. Die nutzenden Städte und Landkreise müssen eine einmalige Einführungsgebühr und jährliche Supportgebühren bezahlen. Mittlerweile wird das Warnsystem von mehr als 80 Landkreisen, kreisfreien Städten oder Bundesländern genutzt, darunter Großstädte wie Berlin, Hamburg oder München. Ob ihre Region Katwarn nutzt, finden Sie auf dieser Seite heraus.

Links zum Download

für iPhones (ab Version iOS 5)

für Android-Smartphones (ab Version 2.3.3)

für Windows Phones

Alternative Warn-App - NINA

Es existiert neben Katwarn eine zweite Warnapp namens NINA, welche vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz zur Verfügung gestellt wird. Diese funktioniert ähnlich wie Katwarn und kann für diverse Smartphones heruntergeladen werden. Alle Infos und Download-Links finden Sie auf der zugehörigen BBK-Seite .

Wichtig: viele Landkreise und Städte entscheiden sich, ob sie Katwarn oder Nina benutzen. Im Zweifel können sich Anwohner erkundigen, welche App in ihrer Region eingesetzt wird. Oder alternativ kann man natürlich beide Apps parallel installieren und somit auch auf Reisen usw. sicher sein.

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