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Wasserzeichen, UV-Licht & Sicherheitsfaden

So erkennen Sie Falschgeld

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Geldfälscher werden immer besser und die "Blüten" originalgetreuer. Allerdings konzentrieren sich Fälscher oftmals nur auf einzelne oder wenige Sicherheitsmerkmale von Geldscheinen. Wer also genau hinschaut, wird Falschgeld erkennen. Wir verraten hier die wichtigsten Kriterien, woran man Original und Fälschung unterscheiden kann.

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In die Prüfung sollten immer generell mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale:
Stichtiefdruck: Die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank, die Wertzahl und die Abbildungen der Fenster bzw. Tore heben sich deutlich fühlbar von der Oberfläche ab.
Sicherheitsfaden: Die Banknoten verfügen über einen Sicherheitsfaden, der etwa in der Mitte der Noten in das Papier eingebettet und im Gegenlicht sichtbar ist: Eine dunkle Linie verläuft über die gesamte Breite der Banknote. Bei genauer Betrachtung des Fadens im Gegenlicht erscheinen das Wort "EURO" und die Wertzahl (wechselweise seitenrichtig und seitenverkehrt lesbar).
Wasserzeichen: Wird die Banknote im Gegenlicht betrachtet, so erscheinen das Architekturmotiv und die Wertzahl als Wasserzeichen im druckbildfreien Teil.
Durchsichtsregister: Beim Durchsichtsregister handelt es sich um ein Merkmal in der linken oberen Ecke auf der Vorderseite der Banknote. Unregelmäßige Zeichen, die auf die Vorder- und die Rückseite gedruckt sind, bilden im Gegenlicht die vollständige Wertzahl.
UV-Eigenschaften: Im Papier der Noten befinden sich Fasern, die unter UV-Licht in den Farben rot, grün und blau hell leuchten. Die Europaflagge fluoresziert in zwei Farben auf der Notenvorderseite. Alle weiteren fluoreszierenden Bildteile der Notenvorderseite sind von Stückelung zu Stückelung unterschiedlich und ergeben sich aus dem Design bzw. der Druckfarbenwahl. Auf der Rückseite fluoreszieren die Europakarte, die Brücke und der Notenwert gelb.
Mikroschrift: An einigen Stellen auf der Vorder- und Rückseite der Banknote sind winzige, nur mit Hilfe einer Lupe erkennbare Schriftzeichen aufgebracht. Selbst der kleinste Aufdruck auf einer echten Banknote sollte gestochen scharf und nicht verschwommen sein.

Besondere Merkmale bei 5, 10 und 20 Euro-Scheinen

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Eine gefälschter 20-Euro-Schein (M.) zwischen zwei "echten" Scheinen.

Spezialfolienstreifen: Im rechten Teil der Vorderseite befindet sich ein Spezialfolienstreifen. Bewegt man die Banknote, werden, je nach Betrachtungswinkel, das Euro-Symbol oder die Wertzahl in wechselnden Farben als Hologramm sichtbar. Im Gegenlicht ist bei genauer Betrachtung des Folienstreifens außerdem ein aus Perforationen in der Folie bestehendes Euro-Symbol zu erkennen.
Bei den neuen Banknoten sind in diesem Streifen neben dem Euro-Symbol und der Wertzahl, ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa sowie das Architekturmotiv zu sehen.
Perlglanzstreifen: Auf der Rückseite der Banknote ist jeweils mittig, neben dem Sicherheitsfaden, ein Perlglanzstreifen (Iriodinstreifen) aufgebracht. Der Streifen glänzt beim Kippen der Banknote gegen eine gute Lichtquelle von hellgelb bis goldgelb und weist als Aussparungen das Euro-Symbol und die Wertzahl auf.

Besondere Merkmale bei 50, 100, 200 und 500 Euro-Scheinen

Spezialfolienelement: Im rechten Teil der Vorderseite befindet sich ein Spezialfolienelement. Bewegt man die Banknote, so erscheinen, je nach Betrachtungswinkel, die Wertzahl oder das auf dem Schein abgebildete Architekturmotiv in wechselnden Farben als Hologramm. Im Gegenlicht ist bei genauer Betrachtung des Folienelements außerdem ein aus Perforationen in der Folie bestehendes Euro-Symbol zu erkennen.
Farbwechsel (optisch-variable Farbe): Die Banknote verfügt auf der Rückseite über ein optisch variables Farbelement. Die Wertzahl in der rechten unteren Ecke erscheint bei Normalansicht purpurrot und unter einem anderen Betrachtungswinkel olivgrün oder braun.

(Quelle: www.polizei-beratung.de )

Wer es ganz genau wissen will

Die Deutsche Bundesbank hat auf ihrer Webseite ausführliche Informationen zusammengetragen, welche Sicherheitsmerkmale an welcher Stelle der verschiedenen Euro-Scheine zu finden sein sollten. Außerdem werden praktische Schnelltests erläutert, wie durch Kippen oder Fühlen Falschgeld identifiziert werden kann.

> Zur Webseite "Falschgelderkennung" der Deutschen Bundesbank

Was tun, wenn Sie Falschgeld entdeckt haben?

Wer Falschgeld entgegennimmt und dies zu spät erkennt, hat in mehrfacher Hinsicht den Schaden: Er bekommt keine Entschädigung, und wer Falschgeld wissentlich weitergibt, macht sich strafbar!

Also bei Falschgeldverdacht umgehend die Polizei benachrichtigen. Geben Sie das Falschgeld nicht an den Verausgaber zurück und auf keinen Fall an andere Personen weiter. Sie können sich dadurch selbst strafbar machen! Und hilfreich für die Polizeiarbeit ist es, wenn Sie das Falschgeld in einen Briefumschlag stecken. Fingerabdrücke sind wichtige Spuren!

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