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Die Tricks der Betrüger und wie Sie Schein-Shops erkennen

Vorsicht vor Fake-Shops

Neben seriösen Online-Shops gibt es auch unseriöse Angebote, die die Suche nach ultimativen Schnäppchen ausnutzen und Käufern das Geld aus der Tasche ziehen. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Polizei Niedersachsen erklären wir, was es mit den sogenannten Fake-Shops auf sich hat und wie Sie sie erkennen könnt.

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Kurz zusammengefasst: Fake-Shops werben im Internet mit besonders niedrigen Preisen für hochwertige Waren. Der Käufer bezahlt per Vorkasse, geliefert wird gefälschte, mangelhafte oder gar keine Ware. Der angebliche Laden inklusive angebotenen Artikeln existiert also nur zum Schein, ist also ein "Fake" (engl. für Schwindel, Fälschung).

Eine weitere Masche: Hierfür werden von den Tätern Onlineshops namhafter Markenhersteller kopiert und ins Internet gestellt. Beschreibungen und Bilder sind schnell kopiert. Ein passende und dem original ähnelnde Internetadresse (www-Domainname) ist ebenfalls schnell und einfach durch die Täter eingerichtet. Gern werden dem Kunden auch Outletshops vorgegaukelt.

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So erkennen Sie Fake-Shops!

  • Die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten und ist immer verfügbar.
  • Das Impressum ist unvollständig.
  • Die Internetseite beinhaltet zahlreiche Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik, kann aber auch professionell, seriös und echt wirken
  • Wichtige AGB fehlen, sind fehlerhaft oder wurden von fremden Seiten kopiert.
  • Weitere Bereiche der Internetseite (Unterseiten) sind leer oder mit unsinnigen Fülltexten angereichert.
  • Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorkasse erhältlich.
  • Ein möglicher Kontakt findet nur auf englisch oder in schlechtem deutsch statt.
  • Sie erhalten keine korrekte Bestellbestätigung.
  • Sie bekommen ungewöhnliche Bankverbindungen genannt, die eher nach privaten Bankkonten aussehen.
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Wie können Sie sich schützen?

  • Sind Sie unsicher, nehmen Sie Kontakt zum Shopbetreiber auf.
  • Recherchieren Sie im Internet nach diesem Shop. Nutzen Sie Suchmaschinen.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn der Kontakt nur über E-Mail erfolgen kann.
  • Nutzen Sie Ihnen bekannte Bezahldienste oder den Kauf auf Rechnung.
  • Überprüfen Sie ggf. vorhandene Gütesiegel und führen Sie eine Gegenprobe beim Siegelaussteller durch ( www.internet-guetesiegel.de )
  • Kontrollieren Sie den Domain-Namen z.B. www.shop-name.de über Dienste wie denic.de (Die zentrale Registrierungsstelle für alle Domains mit der Endung .de). Sie können dann erkennen, wer hinter diesem Shop als Inhaber der Domain steht und wo diese Person und die Internetseite ihren Sitz haben.
  • Kaufen Sie nur in Ihnen bekannten Shops. Achtung: auch auf Amazon.de können Sie über die sog. Marketplace-Anbieter ebenfalls an Fake-Shop-Betreiber geraten.
  • Folgen Sie keinen Links aus Spammails auf solche gefälschten Seiten.

Was tun, wenn Sie Opfer eines Fake-Shops geworden sind?

Erstatten Sie Anzeige bei einer Polizei-Dienststelle in Ihrer Nähe oder einer Onlinewache. Außerdem können Sie versuchen, schnellstmöglich mit Ihrer Bank Kontakt aufzunehmen. Möglicherweise kann die getätigte Überweisung noch rückgängig gemacht werden.

Weitere Informationen und Downloads

Auf folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen und Hilfe:

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Mit dieser praktischen Checkliste können Sie außerdem überprüfen, ob es sich bei einer verdächtigen Onlineseite um einen Fake-Shop handelt:

Check-Liste Fake-Shops der Verbraucherzentrale Niedersachsen

Erklärung im Video

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