Auf Herz und Nieren

Sex im Porsche Cabrio: "Das war unglaublich unbequem..."

Interview Kristina Dörfer

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Frau Dörfer, Sex im geschlossenen Porsche Cabrio, das kann doch keine Freude sein?

Kristina Dörfer: Sie spielen auf meine Szene mit Max in der ersten Folge von "Auf Herzund Nieren“ an (lacht). Stimmt, das war unglaublich unbequem. Und ich glaube nicht, dass das tatsächlich funktionieren würde. Für mich wäre das jedenfalls nichts." 

Max’ Figur springt in dieser Szene nackt aus dem Auto. War er das selbst oder ein Double?

Kristina Dörfer: "Nein, nein, das war er selbst, und er war auch wirklich nackt." 

Auch Ihre Figur hat später eine Nacktszene...

Kristina Dörfer: "Das war aber ein Körperdouble." (lacht) 

Nackt vor der Kamera – ist das ein Problem?

Kristina Dörfer: "Das ist bei mir ganz unterschiedlich. Für einen ProSieben-Film habe ich vor einiger Zeit komplett nackt vor der Kamera gestanden. Trotzdem habe ich mir für "Auf Herz und Nieren" ein Körperdouble organisiert. Das macht das Ganze weniger stressig." 

Bei "Auf Herz und Nieren" geht es auch um Schönheitswahn. Fühlen Sie sich dadurch im richtigen Leben terrorisiert?

Kristina Dörfer: "Absolut. Das hat sich so hochgeschaukelt, dass mittlerweile selbst 14-jährige Mädchen glauben, sie müssten aussehen wie Claudia Schiffer oder Heidi Klum. Da läuft etwas völlig aus der Bahn." 

Wenn man so gut aussieht wie Sie, sollte der Leidensdruck gering sein – oder erhöht Ihr Bekanntsein diesen Druck?

Kristina Dörfer: "Natürlich. Wenn man bekannt ist, muss man sich auch öfter dem Urteil der Öffentlichkeit aussetzen. Trotzdem glaube ich, dass man glücklicher ist, wenn man sich annimmt, wie man ist. Das aber muss man lernen. Ich selbst glaube, dass Ausstrahlung nichts mit äußerer Schönheit zu tun hat, sondern von innen kommt." 

Mussten auch Sie das lernen?

Kristina Dörfer: "Ja. Auch ich hatte Zeiten, in denen ich mich nicht so akzeptiert habe wie ich war. Inzwischen bin ich aber auch Mutter, und das hat alles verändert. Ich bin heute viel zufriedener als früher." 

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Wie denken Sie über Schönheits-OPs?

Kristina Dörfer: "Das ist schwierig. Ich verstehe die Frauen, die wirklich unglücklich sind und deshalb etwas machen lassen. Ich selbst habe eine Freundin in dieser Lage. Für mich aber wäre das nichts. Ich liebe das Natürliche und mag Falten und Sommersprossen." 

Vielen sind Sie auch noch als Sängerin der Band "Nu Pagadi" bekannt. Gäbe es ohne dieSängerin Kristina Dörfer heute die Schauspielerin?

Kristina Dörfer: "Schwer zu sagen. Auch als Sängerin muss man ein gewisses Schauspieltalent haben, etwa bei Musikvideos, die ich ja lange vor Serien und Filmen gedreht habe. Fakt ist, dass ich durch den Gesang zum Film gekommen bin. Meine erste Rolle habe ich erst nach dreimaligem Betteln bekommen. Verständlich, weil ich keine Schauspielausbildung hatte. Also bin ich zum Casting gegangen und habe so die Rolle bei "Verbotene Liebe" ergattert. Die drei Jahre dort waren dann so etwas wie meine Ausbildung." 

Tatsächlich sieht man Sie seit einiger Zeit fast nur noch auf der Leinwand oder im Fernsehen und kaum noch auf der Bühne. Ist das Kapitel Musik abgeschlossen?

Kristina Dörfer: "Nein. Ich bin in meinem Kämmerchen gerade dabei an Songs zu arbeiten - mit Klavier und mit viel Soul. Diese Arbeit macht mir wahnsinnig Spaß, auch wenn die Zeit sehr knapp ist. Meine Kleine ist gerade erst anderthalb Jahre alt und braucht die Mama." 

Interview: sat1.de/Andreas Kötter

Mehr Infos über Kristina Dörfer: www.kristinadoerfer-music.com

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