Auf Herz und Nieren

Nackt bei minus 20 Grad: "Für einen guten Gag tue ich alles."

Interview Max von Pufendorf

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"Die Natur ist nicht perfekt“, ist sich David Heller sicher. Können Sie Ihrer Serienfigur zustimmen?

Max von Pufendorf: "Das mag ich an dieser Figur, dass David sich traut, Dinge zu sagen, die alles andere als politisch korrekt sind, und die auch provozieren sollen. Ich selbst halte es aber eher mit Walter Benjamin, der gesagt hat, dass man nicht das Perfekte an einem Menschen liebt, sondern viel mehr das Unperfekte."

Nicht zuletzt aus finanzieller Motivation hat sich David für die Schönheitschirurgie entschieden.Wie sind Ihre Erfahrungen mit Ärzten?

Max von Pufendorf: "Der Arztberuf ist durch die Arztserien der 80er Jahre zunächst heroisiert worden. Später aber sind die "Götter in Weiß" in Verruf geraten, so dass Ärzte heute für manch‘ einen beinahe schon ein Feindbild darstellen. Ich habe aber großen Respekt vor vielen jungen Ärzten, die sich in den Kliniken im Schichtdienst bei viel zu schlechter Bezahlung und jeder Menge Überstunden für ihre Patienten aufopfern. Und ich bin sehr dafür, dass wir dem Arztberuf wieder mehr Respekt entgegenbringen. Wer sich für diesen Beruf befähigt zeigt und lange studiert hat, sollte auch entsprechend entlohnt werden."

Die Serie packt auch das Thema "Zweiklassenmedizin" an. David Heller sagt etwa "Kassenpatienten haben nichts, also bringen die nichts“...

Max von Pufendorf: "Ich bin Kassenpatient, habe das bisher aber nicht als negativ empfunden. Die Zuspitzung in der Serie finde ich trotzdem durchaus legitim. Denn die Angst vieler Menschen vor einer Zweiklassenmedizin ist fraglos real."

Mit Ihrer Serienpartnerin Kristina Dörfer hatten Sie eine Sex-Szene im geschlossenen Porsche-Cabrio. Kann das überhaupt funktionieren?

Max von Pufendorf: "Wieso soll das nicht funktionieren? Klar funktioniert das (lacht). Aber es stimmt schon, Sex im Porsche-Cabrio ist eine Katastrophe. Ich bin ohnehin kein Porsche- oder Sportwagenfan. Mir wäre ein Kombi lieber gewesen. Aber in dieser Konstellation liegt natürlich auch eine gewisse Komik. Es ist sehr erstaunlich, dass Kristina es geschafft hat, mich fast ganz auszuziehen, während sie selbst nahezu komplett angezogen geblieben ist. Wahrscheinlich ist das auch ein Zeichen für die voranschreitende Emanzipation (lacht).

Sind Nacktszenen schwierig für sie?

Max von Pufendorf: "Ja. Ich bin kein leidenschaftlicher Exhibitionist. Zudem war es bei minus 20 Grad eigentlich auch viel zu kalt, um nackt auf dem Parkplatz herumzulaufen. Aber für einen guten Gag tue ich eben alles..."

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