Auf Streife - Berlin
Mi 14.09.2016, 16:00

Gaunerzinken

Eine Frau hält einen Stadtwerke-Mitarbeiter fest: Der Mann hatte zuvor merkwürdige Zeichen an den Wohnungstüren hinterlassen. Die Beamten erkennen die fachmännisch als Gaunerzinken und landen mitten in einem dramatischen Fall. - Ein erstes Date endet mit einem Überfall auf das Pärchen, dem Mann werden seine Wertsachen und Bargeld geklaut. Er ist sich sicher, dass die Täter Insider-Informationen hatten. Doch wie kann das sein?

Video zur Episode

Weiterführende Informationen zum Thema Gaunerzinken

Wer plötzlich mysteriöse Kreide-, Kohle- oder Bleistiftzeichen an seinem Haus, Gartenzaun oder Briefkasten entdeckt, sollte alarmiert sein. Denn bei diesen gemalten Symbolen könnte es sich um sogenannte "Gaunerzinken" handeln, das sind Geheimcodes organisierter Einbrecher- und Trickbetrügerbanden. Was für den normalen Bürger aussieht wie Striche, Kreise oder Kästchen, dient den Einbrechern als wichtige Information über die Bewohner des Hauses. So signalisieren sie z.B. "Lohnt sich, fette Beute", "Bereits bestohlen" "Vorsicht bissiger Hund" oder aber "Alleinstehende ältere Frau". Das Vorgehen der Gaunerbanden ist dabei immer gleich: Zunächst wird ein Objekt gründlich ausgekundschaftet, dann werden die gesammelten Informationen mit Hilfe der geheimen Kreidezeichen an die nachfolgenden Komplizen übermittelt, die dann gezielt auf Beutefang gehen, während die Kundschafter bereits weitergezogen sind. Wer also Gaunerzinken im Umfeld seines Hauses entdeckt, sollte diese entfernen, die Nachbarschaft und gegebenenfalls auch die Polizei informieren.

Hättest du es gewusst? Gaunerzinken sind Jahrhunderte alt. Bereits im Mittelalter wurden Zinken als geheime Codes für die nonverbale Kommunikation zwischen Gaunerbanden, Bettlern, Hausierern und Tagelöhnern eingesetzt. Diese nutzten die Kreidezeichen, um ihren nachfolgenden Standesgenossen Hinweise zu hinterlassen, wo es günstige Gelegenheiten zum Betteln, kostenlose Mahlzeiten oder Schlafplätze gibt.

Mehr Episoden im Episodenguide

Kommentare

Ab in den Foodtruck!

Fan werden