Auf Streife - Berlin
Do 21.07.2016, 16:00

Schaulustige Gaffer

Die Beamten bekommen einen Notruf, weil eine schwerverletzte Frau mit Helm an einer viel befahrenen Straße liegt. Als sie ankommen, knipsen ein paar Gaffer lieber Fotos, als zu helfen. - Eine Frau vermutet einen Einbruch bei ihren verreisten Nachbarn. Der Einbrecher könnte noch vor Ort sein. Die Hintergründe der Tat schockieren die Beamten. - Ein Kind wird gewaltsam in einem Laden festgehalten und die Mutter ruft verzweifelt die Polizei.

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Die Sensationslust sogenannter Gaffer kennt oftmals keine Grenzen. Besonders im Straßenverkehr behindern sie immer wieder die Rettungsarbeiten der Einsatzkräfte – bei denen es meist um Sekunden geht. So versperren sie z.B. durch langsames Vorbeifahren an Unfallstellen oder dem Befahren bzw. Parken auf dem Seitenstreifen die Zufahrtswege der Rettungskräfte und stellen die Befriedigung ihrer Schaulust damit über das Leben der verletzten Opfer. Doch wer als Schaulustiger einen Unfall beobachtet und dabei abbremst, um eine bessere Sicht auf das Geschehen zu haben, behindert nicht nur die Rettungskräfte, sondern riskiert auch Auffahrunfälle und gefährdet somit nicht nur sich selbst sondern auch andere. Leider scheint das vielen Gaffern nicht bewusst zu sein. Es gibt sogar solche, die bei einem Unfall die Handykamera zücken. Eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe sanktioniert werden kann, da durch die Anfertigung solcher Aufnahmen, nach § 201a des StGB „die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau gestellt“ wird. Aber auch wer keine Fotos oder Videos macht und „nur glotzt“ begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss, abhängig von der verursachten Behinderung, mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen.

Hättest du es gewusst?

Wer Zeuge eines Unfalls wird, ist verpflichtet Erste Hilfe zu leisten. Andernfalls begeht er nach § 323c StGB, „Unterlassene Hilfeleistung“, eine Straftat die eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr nach sich ziehen kann. Ist allerdings bereits jemand vor Ort und hilft, muss nicht angehalten werden, stattdessen sollte man zügig weiterfahren.

  • Gaffer behindern besonders im Straßenverkehr die Rettungsarbeiten der Einsatzkräfte – bei denen es meist um Sekunden geht
  • Sie versperren durch langsames Vorbeifahren an Unfallstellen oder dem Befahren bzw. Parken auf dem Seitenstreifen die Zufahrtswege der Rettungskräfte und stellen die Befriedigung ihrer Schaulust über das Leben der verletzten Opfer.
  • Wer als Schaulustiger einen Unfall beobachtet und dabei abbremst, um eine bessere Sicht auf das Geschehen zu haben, behindert nicht nur die Rettungskräfte, sondern riskiert auch Auffahrunfälle
  • Es gibt Gaffer, die bei einem Unfall die Handykamera zücken. Eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe sanktioniert werden kann
  • Die Anfertigung solcher Aufnahmen, stellt nach § 201a des StGB „die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau“
  • Aber auch wer keine Fotos oder Videos macht und „nur glotzt“ begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss, abhängig von der verursachten Behinderung, mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro rechnen

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