Auf Streife - Berlin
Mo 12.09.2016, 16:00

Wo bleibt Oma?

Ein Junge sitzt auf seinem Kettcar weinend an der Straße und wird von Passanten getröstet. Die Beamten erfahren, dass er sich große Sorgen um seine Oma macht, die ihn heute nicht von der Schule abgeholt hat. - Die Polizisten werden zu einem der Berliner Frauenhäuser gerufen, weil ein Mann ins Haus eingedrungen ist. Dieser hat bereits die Sozialarbeiterin verletzt und bedroht nun seine Ehefrau mit einer Waffe.

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Weiterführende Informationen zum Thema Frauenhäuser

Gewalt gegen Frauen ist keine seltene Randerscheinung, sondern prägt den Alltag vieler Frauen in Deutschland. Wie eine Studie zeigt, erleidet jede vierte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt. Frauenhäuser bieten von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer Religionszugehörigkeit Schutz und Unterkunft und ermöglichen ihnen, die erlebte Gewalt ein Stück weit zu verarbeiten. Jährlich flüchten etwa 30.000 bis 34.000 Frauen und Kinder in eines der rund 350 in Deutschland verteilten Frauenhäuser. In Berlin gibt es sechs Frauenhäuser in denen jedes Jahr etwa 2.000 Frauen mit ihren Kindern Schutz finden. Hinzu kamen im Jahr 2015 noch 556 Fälle, in denen Frauen mit 759 Kindern, wegen Vollbelegung, erfolglos nach einem Platz in einem der Berliner Frauenhäuser fragten. In 41 Fällen kehrten die Frauen wieder in die Tatwohnung zurück und 83 Mal kamen sie bei Verwandten oder Bekannten unter. Die Anderen erhielten Notplätze oder mussten in Obdachlosenunterkünften einquartiert werden.

Hättest du es gewusst? Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können unter der Telefonnummer 08000-116016 ein Hilfe- und Unterstützungsangebot nutzen, das bundesweit, kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung steht.

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