Auf Streife - Die Spezialisten
Mi 06.07.2016, 18:00

Ätzende Party

Die Spezialisten werden zu einer Schaumparty gerufen, die außer Kontrolle geraten ist. Gäste brechen zusammen und drohen zu ersticken. Ehe die Retter helfen können, müssen sie die unter einer dicken Schaumschicht begrabenen Verletzten finden ... - Eine Schülerin bringt ihre mit dem Rad verunfallte und völlig orientierungslose Freundin in die Notaufnahme. Die Symptome deuten auf Drogenmissbrauch hin. Doch ist der Zustand des Mädchens wirklich darauf zurückzuführen?

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Eine Schaumparty ist eine Festveranstaltung, bei der die Tanzfläche mithilfe von Schaumkanonen und Seifenlösung komplett mit Schaum bedeckt wird. Die ersten modernen Schaumpartys fanden im Zuge der Spaßtourismus-Welle der 1990er Jahre auf Ibiza statt. Eine Mischung aus Schaumkonzentrat mit Wasser im Verhältnis von ca. 1:50 wird per Pumpe durch eine Vollkegeldüse gegen ein feines Stoffnetz gespritzt. Ein starker Luftstrom, der die gleiche Verlaufsrichtung wie die Flüssigkeit haben muss, drückt die Lösung durch das Netz. Dabei entsteht der Schaum an der Außenseite des Netzes. In Abhängigkeit von Veranstaltungsdauer und -fläche werden bei einer Schaumparty so bis zu mehreren hundert Litern Schaumkonzentrat verschäumt.

Da bei einer Schaumparty die gesamte Körperoberfläche in Kontakt mit der Seifenlösung geraten kann, muss deren korrekte Herstellung – insbesondere das richtige Verhältnis von Schaumflüssigkeit zu Wasser – unbedingt gewährleistet sein. Andernfalls sind gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Reizungen der Haut, der Schleimhäute sowie der Atemwege zu befürchten. Des Weiteren besteht Rutschgefahr auf den meist glitschigen Böden.
Solange Alkohol in geringen Mengen konsumiert wird, soll es keine grundsätzlichen gesundheitlichen Risiken mit sich bringen. Allerdings kann Trunkenheit am Steuer im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben. Diese Tatsache berücksichtigt auch der neue Bußgeldkatalog 2016. Fahren unter Alkoholeinfluss wird entsprechend seiner hohen Gefährdung der Verkehrssicherheit nach dem neuen Verkehrsrecht mit hohen Bußgeldern, der Vergabe von Punkten und ggf. mit einem Führerscheinentzug wegen Alkohol geahndet.

Hättest du es gewusst: Insgesamt verringerte sich die Zahl der Alkoholunfälle mit Personenschaden seit 1975 um 72,9% von 51.593 auf 13.980 im Jahr 2013. Der Anteil der Alkoholunfälle mit Personenschaden an allen Unfällen mit Personenschaden fiel von 13,8% im Jahr 1975 auf 4,8% im Jahr 2013.
• Im Juli 2008 kam es zu einem tödlichen Unfall bei einer Schaumparty. In einem Luxushotel im türkischen Antalya starben drei Touristen durch einen Kurzschluss, der beim Umreißen einer Schaumkanone ausgelöst wurde.
• Wenn Partygäste unter größeren Mengen von Schaum das Bewusstsein verlieren, besteht zudem Erstickungsgefahr.
• In Deutschland wurden im Jahr 2013 insgesamt 2,4 Millionen Unfälle von der Polizei aufgenommen, darunter waren 39.386 Unfälle, bei denen mindestens ein Beteiligter unter dem Einfluss berauschender Mittel stand.
• Von den Unfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 24.578 Unfälle mit nur Sachschaden.
• Bei 14.808 dieser Unfälle kam es zu Personenschaden. Dabei wurden 13.514 Verkehrsteilnehmer leicht verletzt 5.130 schwer verletzt und 336 getötet.
• Entsprechend der Promillegrenzen werden Alkoholfahrten im Verkehrsrecht folgendermaßen gewertet:
- Bis 0,5 Promille grundsätzlich keine Ordnungswidrigkeit
- 0,5 bis 1,09 Promille: Ordnungswidrigkeit
- Ab 1,1 Promille: Straftat
- Ab 1,6 Promille: Straftat und Anordnung der medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU)

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