Auf Streife - Die Spezialisten
Mo 11.07.2016, 18:00

Alles Schwere kommt von oben

Einsatz in einem Wohngebiet: Die Spezialisten behandeln einen Mann mit heftigen Leistenschmerzen, der aufgrund der Trennung von seiner Noch-Ehefrau Sperrmüll vor die Tür trägt. Doch plötzlich entdecken die Spezialisten einen regungslosen Mann mit schwerer Kopfverletzung inmitten des Sperrmüllhaufens. - Eine schwangere Fußpflegerin bringt ihre am Fuß verletzte Kundin in die Notaufnahme. Nach ihrer Behandlung wird die Schwangere selbst zur Patientin.

Mehr zum Thema Maiglöckchen-Vergiftung

Das Maiglöckchen ist in Deutschland weit verbreitet und bevorzugt Laub- und Kiefernwälder oder schattiges Gebüsch. Sie wird in vielen Variationen als Zierpflanze gehalten. Die aus einer Zwiebel entspringende Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 30 cm. Die Blätter sind groß und haben eine lanzettliche Form. Der Blütenschaft kommt aus der Mitte der Blätter und besteht aus halbkugelig geformten weißen Blüten mit zurückgebogenen Zipfeln, die einen charakteristischen Geruch verströmen. Als Früchte erscheinen erbsengroße rote Beeren mit zwei blauen Samen. Die Blütezeit ist von April bis Juni, die Beeren sind von Juli bis September zu sehen. Vergiftungen mit dem Maiglöckchen sind relativ häufig. Die Inhaltsstoffe werden über den Mund aufgenommen aber sehr schlecht resorbier. Kinder stecken die Pflanzenteile, vor allem die Beeren, gerne in den Mund. Eine Vergiftung zeichnet sich durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe des Magen-Darm-Kanals, Schwindel, Benommenheit, einer erhöhten Harnausscheidung und Sehstörungen aus. Im Bereich des Herzens tritt eine Herzschwäche, Pulsverlangsamung, Herzrhythmusstörungen, erst Blutdruckanstieg und später Blutdruckabfall auf. Der Tod kommt durch eine Herzrhythmusstörung zustande. Die Gabe von medizinischer Kohle ist die erste Maßnahme bei einer Vergiftung. Danach muss eine ständige Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen durchgeführt, der Notruf abgesetzt und Kontakt mit einer Giftinformationszentrale hergestellt werden.

Hättest du es gewusst? 

  • Die Tollkirsche gehört zu den giftigsten Gartenpflanzen. Bei der Tollkirsche fallen die im Spätsommer reifenden, kirschgroßen, leuchtend schwarzen Beeren auf, die gern von kleinen Kindern verschluckt werden. Für sie kann bereits der Genuss von drei bis vier Beeren tödlich sein.
  • Bei Vergiftungsverdacht möglichst die Pflanze mitbringen und sofort ins Krankenhaus oder den Notruf wählen (112).
  • Nach Stürzen sind Vergiftungen für Kinder die zweithäufigste Unfallart.
  • Häufigste Ursache für Vergiftungsunfälle im Kindesalter ist das Schlucken von Haushaltsmitteln, vor allem von Haushaltsreinigern oder Körperpflegeprodukten.
  • Rund 200.000 Anrufe gehen jährlich bei den neun Giftinformationszentren in Deutschland ein. Rund die Hälfte der Fälle betrifft Kinder.
  • Die Statistiken der Notrufzentralen weisen die Tollkirsche als eine der häufigsten Ursachen von Pflanzenvergiftungen aus.

Mehr Episoden im Episodenguide

Kommentare

Ab in den Foodtruck!

Jetzt downloaden!