Auf Streife - Die Spezialisten
Di 06.09.2016, 18:00

Ansturm auf die Burg

Auf einem Kindergeburtstag ist eine Hüpfburg von einer Windböe erfasst und mitsamt der Kinder in die Luft gewirbelt worden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte gibt es zahlreiche Verletzte und eines der Kinder wird vermisst ... - Ein Mann kommt mit blutender Zunge in die Notaufnahme. Angeblich hat er sich mit einem Messer verletzt. Doch als eine Frau mit Kopfverletzungen in die Notaufnahme gebracht wird, wendet sich das Blatt.

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Weiterführende Informationen zum Thema Gehirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung (auch Schädel-Hirn-Trauma genannt) entsteht dadurch, dass das Hirn durch den Aufprall von innen gegen die Schädelwand stößt. Die äußere Haut am Kopf kann muss aber nicht zwangsläufig verletzt sein.
Charakteristisch für eine Gehirnerschütterung sind unter anderem: kurze Erinnerungslücken, die häufig den Zeitraum vor, manchmal auch nach dem Unfall betreffen. Auch eine Bewusstlosigkeit des Betroffenen ist möglich. Im Allgemeinen können folgende Symptome eintreffen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Sehstörungen, Desorientiertheit, Erinnerungslücken (Amnesie), Koma. Bei Kindern kommen Stürze auf den Kopf häufiger vor als bei Erwachsenen. Der Schädel bei Babys ist noch nicht überall fest verknöchert, womit Stöße jedoch besser abgefangen werden können. Trotzdem treten auch bei Babys und Kleinkindern Gehirnerschütterungen auf. Eine entsprechende Verletzung fällt durch ähnliche Symptome wie bei Erwachsenen auf: es kommt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Sprachstörungen, Erinnerungslücken, Müdigkeit und Verwirrtheit. Bei Babys und Kleinkindern treten die typischen Symptome häufig erst zeitversetzt auf. Deswegen sollten Kinder nach einem Sturz auf den Kopf, genau beobachtet werden.

Hättest du es gewusst: Besonders häufig treten Schädelverletzungen in der Altersgruppe der Zwei- bis Dreijährigen auf. Ihr Kopf ist im Verhältnis zum Körper relativ groß und schwer, sodass sie bei einem Sturz oder Unfall unweigerlich auf dem Kopf landen.

• In Deutschland erleiden jedes Jahr erheblich mehr Menschen ein Schädel-Hirn-Trauma als einen Schlaganfall.
• Jährlich erleiden in Deutschland rund 273.000 Menschen ein Schädel-Hirn-Trauma.
• Mehr als 50 % aller Schädel-Hirn-Traumen entstehen bei Stürzen im häuslichen Bereich und in der Freizeit.
• Verkehrsunfälle dagegen sind erst an dritter Stelle der Ursachenstatistik zu finden.
• Ca. 66 % der Schädel-Hirn-Trauma-Patienten sind jünger als 45 Jahre.
• Am höchsten ist der Anteil von Kindern unter 16 Jahren mit 30 %.

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