Auf Streife - Die Spezialisten
Fr 01.07.2016, 18:00

Das Fehlkauf

Unfall auf der Landstraße: Als die Polizisten eintreffen, entdecken sie eine Schwerverletzte in einem auf dem Dach liegenden Auto. - Überdosis: Ein Mann bringt seine Freundin in die Notaufnahme - alles deutet auf eine Überdosis hin. Dabei hat die junge Stewardess mit Drogen nichts am Hut. - Der Rettungsdienst wird zu einem Mehrfamilienhaus gerufen, in dem eine Rentnerin kollabiert ist. Da der Hausflur zu eng für einen Abtransport ist, muss eine andere Lösung gefunden werden!

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Kokain wird aus den Blättern des Coca-Strauchs hergestellt. Die Blätter enthalten etwa 1% Kokain. Durch ein chemisches Verfahren wird daraus Kokainhydrochlorid gewonnen, das als weißes, kristallines Pulver bekannt ist. Die Bezeichnung "Kokain" gibt es zwar erst seit die Wirksubstanz in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts chemisch isoliert werden konnte. Der Konsum von Kokain reicht aber bis zu den Inkas, sehr wahrscheinlich aber noch weiter zurück. Die Inkas haben Coca-Blätter zu rituellen Zwecken gekaut oder wie Weihrauch verbrannt. Beim Kauen der Blätter wird allerdings wesentlich weniger Kokain aufgenommen als beim Sniefen des extrahierten Kokainhydrochlorids. Kokain bewirkt eine Erhöhung der Atem- bzw. der Pulsfrequenz und gleichzeitig eine Verengung der Blutgefäße und damit eine Erhöhung des Blutdruckes. Dies kann Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzanfall zur Folge haben. Beim Rauchkonsum erhöht sich zudem das Risiko eines Hirninfarkts, da durch den erhöhten Blutdruck und die Verengung der Blutgefäße das Platzen einer Arterie im Gehirn wahrscheinlicher wird. Nach dem Kokainrausch kann eine Depression auftreten. Dieser Zustand lässt diese Konsumenten nicht selten schnell wieder zur Droge greifen, um der „Kokaindepression“ zu entkommen. Dieser Mechanismus ist gefährlich, da er schnell zu einer Abhängigkeit führen kann. Kokain fällt unter das Betäubungsmittelgesetz .In Deutschland ist der Besitz, Handel und die Herstellung strafbar.

 

 

Hättest du es gewusst: Der Kokastrauch wächst in südamerikanischen Andenausläufern, in Kolumbien, Peru und Bolivien. Er ist dort seit Jahrtausenden in der Kultur der Indios verwurzelt. Kunstwerke aus der Inkazeit zeigen den Koka-Kult: Götter mit vom Kauen prallen Backen. Das Kauen der Kokablätter gilt als Allheilmittel: gegen Krankheiten, Müdigkeit, Kälte, Höhenkoller, Hunger. Anders als bei seinem Extrakt Kokain verschafft das Kauen der Blätter einen sanften Dauerrausch.

 

  • Rund 0,2 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands sind kokainabhängig.
  • Schätzungen zufolge haben etwa 14,5 Millionen Europäer mindestens einmal gekokst.
  • Im Jahr 2013 wurden in der BRD 16 Todesfälle im direkten Zusammenhang mit Kokain und Crack gezählt, in 30 weiteren Fällen war Kokain oder Crack neben anderen Betäubungsmitteln involviert.
  • Kokain wird aus den Blättern des Coca-Strauchs hergestellt.

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