Auf Streife - Die Spezialisten
Do 12.05.2016, 18:00

Der rasende Mäher

Eine verzweifelte Tochter ruft die Spezialisten: Ihr Vater ist bei der Gartenarbeit einfach zusammengebrochen. Als die Spezialisten eintreffen und sich um den Mann kümmern, entdecken sie eine Schusswunde an seinem Rücken. Hat der skrupellose Nachbar den Schuss abgesetzt? - Mehrere Schüler und ihre Lehrerin wurden bei einem Chemieunfall in der Schule teilweise schwer verletzt. Die Lehrerin beteuert, keinen Fehler beim Experiment gemacht zu haben.

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Pfefferspray ist ein Reizstoff, der gegen Menschen und andere Säugetiere wirkt. Mit dem Begriff ist meist ein Reizstoffsprühgerät mitsamt dem enthaltenen Wirkstoff Oleoresin Capsicum „OC“ gemeint. Er wird in der Regel als Distanzwaffe verwendet. In den USA, Kanada und bedingt in Russland dient er als Bärenabwehrmittel. Da die Reizstoffsprühgeräte in Deutschland nur als Abwehrmittel gegen Tiere verkauft werden dürfen, ist auf allen Abwehrsprays der Hinweis „Nur zur Tierabwehr“ aufgedruckt. Eine Anwendung gegenüber Menschen ist nur bei Vorliegen einer Notlage und einem rechtswidrigen Angriff als Notwehr erlaubt. Die Wirkung einer Oleoresin-Capsicum-Freisetzung:
• Augen: Eine Schwellung der Schleimhäute bewirkt das sofortige Schließen der Augenlider für ungefähr fünf bis zehn Minuten.
• Atmung: Das Einatmen des Pfeffersprays führt zu Husten und Atemnot, selten Ersticken.
• Haut: Die besprühten Stellen „brennen“ und zeigen für 15 bis 40 Minuten einen Juckreiz. Je nach Dosierung kann es aber noch 48 Stunden dauern, bis die Wirkung nachlässt.
Alle Symptome treten sofort oder nach wenigen Sekunden auf.
Hättest du es gewusst: In einer Schule bei Hannover hat ein Schüler eine Flasche Pfefferspray aus der Tasche seiner Mitschülerin gezogen und damit im Klassenraum rumgesprüht. Er hielt das Spray für Deo. 20 Schüler klagten anschließend über Augenreizungen, sechs von ihnen wurden mit Rettungswagen in Kliniken gebracht.

• Pfefferspray gilt als das wirksamere Abwehrmittel, vor allem weil die Wirkung sofort eintritt. Das Spray greift sowohl die Atemwege als auch die Augen des Angreifers an und macht ihn sehr schnell kampfunfähig.
• Immer mehr Bürger in Deutschland rüsten auf: Von Ende November 2015 bis Ende Januar  2016 nahm die Zahl der "Kleinen Waffenscheine" um mehr als 21.000 zu. Somit sind seit Ende Januar fast  301.000 "Kleine Waffenscheine" gespeichert.
• Nach den Vorfällen in Köln in der Silvesternacht, gibt es jetzt sogar Lieferengpässe bei einigen Herstellern von Pfefferspray, da die Nachfrage zu hoch ist.
• Die Zahl von Unfällen an deutschen Schulen steigt. 2014 waren 1.283.506 Unfälle gemeldet worden, die meisten davon nur Kleinigkeiten, wie z.B. kleine Schürfwunden.
• Jährlich müssen in Deutschland etwa 20.000 Kinder wegen einer Vergiftung medizinisch behandelt werden.
• Die Gesamtzahl der Vergiftungsunfälle ist weit höher, lässt sich aber nur schwer schätzen, da eine Meldepflicht nur für Vergiftungen mit Chemikalien und ätzenden Stoffen besteht.
• Rund 90% aller Vergiftungsunfälle betreffen Kleinkinder im Alter zwischen 10 Monaten und viereinhalb Jahren, durch Einnahme von Haushaltschemikalien, beispielsweise Maschinengeschirrspülmittel, Handgeschirrspülmittel, Rohrreiniger, Allzweckreiniger, Waschmittel und Sanitärreiniger.
• Alkalische Verätzung (wenn das Auge mit aggressiven chemischen Substanzen in Berührung kommt) der Hornhaut und des Bindehautsackes treten ca. 791 mal pro Jahr auf.

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