Auf Streife - Die Spezialisten
Do 07.07.2016, 18:00

Dicke Luft

Großbrand in der JVA: Vor Ort muss die Feuerwehr unter Extrembedingungen mehrere Insassinnen bergen. Eine von ihnen bleibt verschwunden ... - Eine Frau wurde angefahren. Doch die Spezialisten sehen sich nicht nur mit dem Autounfall konfrontiert. Nahe der Unfallstelle finden sie in einer roten Lache zwei weitere Verletzte. Gibt es eine Verbindung zwischen den Personen?

Mehr zum Thema Justizvollzugsanstalt (JVA)

 

Als Justizvollzugsanstalt (JVA) wird in Deutschland eine Strafvollzugsbehörde bezeichnet, deren Aufgabe es ist, Verurteilungen zu einer Freiheits- oder Jugendstrafe zu vollziehen. Untersuchungshaft, Ersatzfreiheitsstrafe, Abschiebehaft oder Zivilhaft, wie zum Beispiel Ordnungshaft, wird ebenso in einer Justizvollzugsanstalt vollzogen. Es gibt zwei verschiedene Arten des Strafvollzugs: den geschlossenen und den offenen Vollzug. Die Mehrzahl der Inhaftierten, mehr als 83 Prozent, befindet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im geschlossenen Vollzug. Die Gefangenen haben keinen Freigang. Sie verbringen 24 Stunden am Tag innerhalb der Gefängnismauern. Nur etwa fünf Prozent aller Gefängnisinsassen bundesweit sind Frauen. Das sind rund 3400. Im Vergleich dazu gab es in Deutschland im Jahr 2015 rund 58.000 männliche Insassen. Jeder Häftling in Deutschland ist zur Arbeit verpflichtet. So steht es im deutschen Strafvollzugsgesetz. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Personen, die sich in Untersuchungshaft befinden. Ob in der Kantine, der Wäscherei oder der Reinigung: Hilfstätigkeiten innerhalb der Haftanstalt sind immer nötig. Die Gefangenen erhalten dafür einen Lohn von rund 12 Euro am Tag.

 

Hättest du es gewusst: Gefangene können in Deutschland nicht nur ihren Berufs-, sondern auch ihren Schulabschluss nachholen. Das Angebot reicht von Kursen für Menschen, die weder lesen noch schreiben können, bis zum Abitur. Sogar einen Universitätsabschluss können Häftlinge hinter Gittern machen.

 

  • Nur etwa fünf Prozent aller Gefängnisinsassen bundesweit sind Frauen.
  • Jeder Häftling in Deutschland ist zur Arbeit verpflichtet. So steht es im deutschen Strafvollzugsgesetz.
  • In Deutschland ereignen sich jährlich rund 200.000 Wohnungsbrände, von denen ein Großteil auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen ist.
  • Fast 40% der Wohnungsbrände entstehen in der Küche, die damit der häufigste Brandent-stehungsort ist.
  • Der sogenannte allgemeine Vollzugsdienst  ist in den Justizvollzugsanstalten zuständig für die Beaufsichtigung, Versorgung und Betreuung der Gefangenen. Die Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten dauert in der Regel zwei Jahre.

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