Auf Streife - Die Spezialisten
Di 04.10.2016, 18:00

Die nackte Wahrheit

Kuriose Szenen auf der Autobahn: Ein am Kopf verletzter Mann steht halbnackt neben seinem brennenden Auto. Die Spezialisten versuchen schnellstens den Brand unter Kontrolle zu bringen. Doch die Brandursache bleibt ein Rätsel - der Mann kann sich an nichts mehr erinnern. - Zwei Verletzte werden nach einem schweren Autounfall in die Notaufnahme eingeliefert. Der Fahrer schwebt in Lebensgefahr und muss mehrmals reanimiert werden. Ein hektischer Kampf um das Leben des Mannes beginnt.

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Polytrauma bedeutet, dass ein Mensch gleichzeitig Verletzungen mehrerer Organe oder Systeme des Körpers erleidet, die entweder für sich alleine oder aber in ihrer Kombination unmittelbar lebensbedrohlich sind. Häufig findet auch die Bezeichnungen "Mehrfachverletzung" oder "Schwerstverletzte" Gebrauch. Wer eine solche Verletzung überlebt, hat oft unter schweren Behinderungen zu leiden. Als Polytraumen können unter anderem Beckenfrakturen, Wirbelsäulenverletzungen, starke arterielle Blutungen, Schädel-Hirn-Traumata, Rippenserienfrakturen mit und ohne Hämatothorax einzeln oder in Kombination - je nach Schweregrad der einzelnen Verletzung - angesehen werden. Ziele der Versorgung eines Polytraumas durch das Rettungsdienstpersonal und den Notarzt sind die Sicherung und Überprüfung der Vitalfunktionen, Herstellung der Transportfähigkeit sowie eine Ausschaltung der Schmerzen des Patienten. Aufgrund der oftmals komplexen Verletzungsmuster mit Einbeziehung jeglicher Organsysteme gibt es keine allgemeingültige Therapie, die immer anzuwenden ist sondern bezieht sich immer auf das jeweilige Krankheitsbild.
Hättest du es gewusst: Mit gebrochenen Knochen hat man einen weiteren Grund, auf das Rauchen zu verzichten. Denn Rauchen stört die Durchblutung und die Heil-Zellen brauchen länger, bis sie an den gebrochenen Knochen kommen, wodurch es zu einem Verzug des Heilungsverlaufs kommt.
• Laut dem TraumaRegister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) leiden jedes Jahr rund 38.000 Menschen in Deutschland an lebensbedrohlichen Verletzungen.
• Unfälle, die zu einem Polytrauma führen, passieren häufig im Straßenverkehr, aber auch bei der Arbeit und beim Sport. Als besonders gefährlich gelten Verkehrsunfälle mit hoher Geschwindigkeit.
• Nach aktuellen Daten aus dem TraumaRegister DGU sind am häufigsten Menschen zwischen 18 und 35 Jahren von einem Polytrauma betroffen.
• Das durchschnittliche Lebensalter der Patienten, die unter einem Polytrauma leiden, steigt stetig an und liegt aktuell bei 49 Jahren. 70 % der Patienten sind männlich.
• Die Behandlung der Schwerverletzten erfolgt in verschiedenen Stufen:
• Notfalltherapie am Unfallort: Die erste Behandlung erfolgt direkt am Unfallort durch Notarzt und Sanitäter.
• Erste Stabilisierungsphase: Im Krankenhaus folgen Untersuchung und Behandlung im Schockraum sowie erste Operationsphase mit lebensrettenden Operationen.
• Zweite Stabilisierungsphase: Die Patienten erhalten anschließend auf einer Intensivstation eine Überwachung. Parallel erfolgen weitere Operationen, die zu Beginn der Behandlung erst einmal aufgeschoben werden mussten.
• Weitere Therapie und Rehabilitation: Anschließend folgen die endgültige Behandlung der Verletzungen und die Rehabilitation der Betroffenen. Häufig dauert es Monate, manchmal auch Jahre, bis eine Therapie abgeschlossen ist.

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