Auf Streife - Die Spezialisten
Do 04.08.2016, 18:00

Ein überstürztes Techtelmechtel

Ein Rentner alarmiert den Notruf, weil er Schmerzen in der Brust hat. Angekommen am Einsatzort kommt schon der nächste Einsatz auf die Spezialisten zu - eine Frau hat ihren Mann bewusstlos im Badezimmer vorgefunden. - Zwei Jugendliche mit Schnittverletzungen am Unterarm kommen in der Notaufnahme an. Angeblich haben die Patchwork-Geschwister nur Blutsbrüderschaft machen wollen, doch in Wahrheit steckt mehr dahinter.

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Das Borderline-Syndrom, auch als Borderline-Störung bezeichnet, ist eine Persönlichkeitsstörung. Die Borderline-Störung zeichnet sich durch ein fortlaufendes Muster von Instabilität in sozialen Beziehungen, im Selbstbild und der Stimmung aus. Betroffene erleben sich als Opfer ihrer eigenen heftigen Stimmungs- und Gefühlsschwankungen, was zu extremer innerlicher Anspannung führen kann, die dann als unerträglich und peinigend erlebt wird. Viele setzen selbstschädigende Verhaltensweisen ein, um diese Anspannung zu verringern. Vor allem Schmerz spüren viele während der extremen Spannungsphasen kaum oder nur sehr wenig. Selbstverletzungen (Ritzen mit einem Messer oder Rasierklinge), Drogeneinnahmen und hoch riskante Aktivitäten lindern die Anspannung sofort, werden dadurch jedoch rasch zu suchtartigem Problemverhalten. In der Lebensgeschichte der Menschen mit Borderline-Syndrom finden sich häufig massive Missbrauchserfahrungen oder andere traumatische Erlebnisse wie etwa körperliche Gewalt. Wahrscheinlich spielen auch genetische Faktoren eine Rolle, wenn Personen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickeln. In Deutschland leiden ca. 2% der Bevölkerung am Borderline-Syndrom, das sind ca. 1,6 Millionen Menschen. Sieht man sich speziell junge Menschen an, so leiden bis zu 5% von ihnen unter der Krankheit.

 

Hättest du es gewusst: Selbstverletzungen hatten in der Vergangenheit oft einen religiösen Hintergrund, z.B. peitschten sich manche Gläubige im mittelalterlichen Christentum selbst aus, um Buße zu tun.

 

  • Blutsbrüderschaft ist eine rituelle Verbindung zweier nichtverwandter Menschen, die durch die zeremonielle Vermischung von Blutstropfen zwischen diesen geschlossen wird.
  • Das aus der Literatur bekannteste Blutsbrüderpaar sind Winnetou und Old Shatterhand. Allerdings ist mittlerweile nachgewiesen, dass die Blutsbruderschaft bei nordamerikanischen Indianerstämmen niemals bekannt war.
  • Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, der man durch entsprechende Impfung vorbeugen kann.
  • In Deutschland leiden ca. 2% der Bevölkerung am Borderline-Syndrom, das sind ca. 1,6 Millionen Menschen.
  • Tetanus wird von dem Bakterium Clostridium verursacht. Dieses befindet sich in der Erde und auch in menschlichem und tierischem Kot.
  • Die Bezeichnung "Borderline" bedeutet auf Deutsch "Grenzlinie" bzw. "grenzwertig".

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