Auf Streife - Die Spezialisten
Mo 17.10.2016, 19:00

Eine neue Liebe

Eine Frau und ein Mann haben mitten im unwegsamen Gelände einen schweren Unfall mit ihrem Quad. Die Bergung der Verunfallten wird zur Nervenprobe ... Die Rettungskräfte werden auf einen Bauernhof gerufen. Der Enkel, der Grundstücksbesitzerin hat sich in den Stacheldrahtzaun verfangen und ist schwer verletzt! Und: Eine Frau hat auf den ersten Blick starke Symptome, die auf eine Grippe hindeuten. Doch bei der weiteren Anamnese kommt ein ganz anderes Krankheitsbild zum Vorschein.

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Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die zur Gruppe der sexuell übertragbaren Erkrankungen gehört. Der Erreger der Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum ssp. pallidum. Die Syphilis wird hauptsächlich bei sexuellen Handlungen durch Schleimhautkontakt und ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Während der Schwangerschaft und bei der Geburt kann eine erkrankte Mutter ihr Kind infizieren. Durch die Anwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr kann die Übertragungswahrscheinlichkeit der Syphilis und anderer Geschlechtskrankheiten wesentlich verringert werden. Durch die gleichen Ansteckungswege tritt eine Syphilis-Erkrankung oft gemeinsam mit einer HIV-Infektion auf, es sollten also bei Vorliegen einer sexuell übertragbaren Erkrankung immer andere mit geprüft und ausgeschlossen werden.

Eine Übertragung der Syphilis ist auch beim Oralverkehr möglich. Die Syphilis ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der Neuerkrankungen auf etwa zwölf Millionen Fälle jährlich. In Deutschland erreichte die Syphilis 2014 ein neues Maximum mit einer absoluten Fallzahl von 5722 Neudiagnosen.  Im Jahr 2001 wurden „nur“ 1.554 Fälle von Syphilis gemeldet. Die Behandlung von Syphilis erfolgt in der Regel mit dem Antibiotikum Penicillin, das meist als Injektion in den Gesäßmuskel des Patienten oder auch als Infusion verabreicht wird. Unbehandelt führt Syphilis in etwa 10 Prozent der Fälle sogar zum Tod.

 

Hättest du es gewusst: Ihren Namen bekam die Krankheit 1530 durch das Lehrgedicht eines italienischen Arztes. Darin wird der Hirte Syphilus für sein lasterhaftes Leben mit der Krankheit gestraft. Im Volksmund hieß die Infektion lange Franzosenkrankheit, weil die Soldaten des französischen Königs Karl VIII. bei der Belagerung Neapels Ende des 16. Jahrhunderts zu hunderten durch eine Syphilis- Epidemie starben.

 

  • In Deutschland erreichte die Syphilis 2014 ein neues Maximum mit einer absoluten Fallzahl von 5722 Neudiagnosen. Im Jahr 2001 wurden „nur“ 1.554 Fälle von Syphilis gemeldet.
  • Laut Infektionsschutzgesetz vom 1. Januar 2011 gehört Syphilis in Deutschland zu den meldepflichtigen Krankheiten.
  • Die Behandlung von Syphilis erfolgt in der Regel mit dem Antibiotikum Penicillin, das meist als Injektion in den Gesäßmuskel des Patienten oder auch als Infusion verabreicht wird.
  • Unbehandelt führt Syphilis in etwa 10 Prozent der Fälle sogar zum Tod.

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