Auf Streife - Die Spezialisten
Mo 18.04.2016, 18:00

Eskalation einer Pfändung

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Ein Schuldner geht mit einem Kaktus auf den Gerichtsvollzieher los. Die Stacheln haben sich tief in den Körper gebohrt. Die Situation eskaliert als sich der Schuldner vom Balkon in den Tod stürzen will. - Der gefährliche Sturz einer Rockband-Sängerin löst höchste Alarmbereitschaft in der Notaufnahme aus: Sie ist hochschwanger und ihr Körper ist von einem Mikrofonständer oberhalb des Schlüsselbeins durchbohrt ...

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Unter Pfändung versteht man die Beschlagnahme von Gegenständen zum Zwecke der Gläubigerbefriedigung. Diese geschieht auf Antrag seines Gläubigers, wenn ein Schuldner offene Forderungen nicht begleichen kann. Die Sachpfändung wird von einem Gerichtsvollzieher durchgeführt.

Wird der Gerichtsvollzieher fündig, nimmt er die Gegenstände an sich oder versieht sie mit einem Pfandsiegel, dem so genannten Kuckuck. Vor der Pfändung sollte der Gerichtsvollzieher allerdings auch den Wert des Gegenstandes gegen die durch eine Pfändung entstehenden Kosten aufwiegen, da auch diese vom Schuldner beglichen werden müssen. Oftmals kommen dann nur wenige, besonders wertvolle oder neuwertige Geräte zur Pfändung, da andere durch ihren Wert die Schuld nicht decken würden. Von einer Taschenpfändung spricht man, wenn beispielsweise das Bargeld gepfändet wird, das der Schuldner bei sich trägt. Gepfändete Gegenstände werden öffentlich versteigert. Die Versteigerung beginnt mit dem Mindestgebot. Aus dem Erlös der Versteigerung werden die Ansprüche der Gläubiger befriedigt. Sollte danach noch Geld übrig sein, erhält es der Schuldner.

 

Hättest du es gewusst: Mit dem „Kuckuck“ war der im früheren preußischen Staatssiegel aufgedruckte Adler gemeint. Heute sind auf einem Pfandsiegel nur noch die Bezeichnung „Pfandsiegel“ und der Name des Amtsgerichts angegeben, dem der Gerichtsvollzieher angehört. Das unberechtigte Entfernen eines derartigen Siegels ist gemäß § 136 Abs. 2 StGB als Siegelbruch strafbar.

 

  • Insgesamt gelten 6,67 Millionen Privatpersonen in Deutschland als überschuldet.
  • Unter Pfändung versteht man die Beschlagnahme von Gegenständen zum Zwecke der Gläubigerbefriedigung.
  • Wird der Gerichtsvollzieher fündig, nimmt er die Gegenstände an sich oder versieht sie mit einem Pfandsiegel, dem so genannten Kuckuck.
  • Gepfändete Gegenstände werden öffentlich versteigert.
  • Die durchschnittlichen Schulden einer überschuldeten Person, die im Jahr 2014 die Hilfe einer Beratungsstelle in Anspruch genommen hat, betrugen 34.504 Euro.
  • Arbeitslosigkeit, Trennung, Krankheit, übermäßiger Konsum – die Gründe für private Überschuldung sind vielfältig. Jährlich beantragen rund 100000 Verbraucher ein Insolvenzverfahren.

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