Auf Streife - Die Spezialisten
Mi 01.06.2016, 18:00

Fatale Windböe

Ein Gleitschirm verirrt sich auf die Autobahn und bleibt in einem Baum hängen. Der Gleitschirmflieger muss in schwindelerregender Höhe geborgen werden, denn er ist schwer verletzt. - Ein Schüler steckt mit seiner Hand in der Toilettenschüssel fest. Was hatte der Junge auf der Mädchentoilette zu suchen? Und was wollte er aus dem Abfluss retten? - Und: Mehrere Verletzte werden in die Notaufnahme eingeliefert - ein Mann ist unkontrolliert in eine Menschenmenge gefahren.

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Die Luftsportart Gleitschirmfliegen bezeichnet das Gleitsegeln mit einem Gleitschirm. Der Pilot sitzt oder liegt dabei in einem Gurtzeug (das Gurtzeug ist der Sitz, mit dem der Pilot mit dem Gleitschirm verbunden ist) unter dem Gleitschirm und ist mit diesem durch Leinen verbunden. Die oft synonym verwendeten Begriffe Gleitsegeln, Gleitsegelfliegen oder Paragleiten (abgeleitet von englisch Paragliding) sind in der Definition weniger genau. Daneben gibt es auch das motorisierte Fliegen mit Gleitschirmen. Das Gleitschirmfliegen begann 1965 mit dem Sailwing von David Barish. Dieser bezeichnete die neue Sportart als Slope Soaring (wörtlich Hangfliegen), stieß damit aber nur auf geringe Resonanz. Viele Gleitschirmpiloten nutzen als technisches Hilfsmittel ein Variometer, um die eigenen Steig- und Sinkwerte sowie die Flughöhe ermitteln zu können. Zur Bekleidung werden warme, winddichte Textilien, zum Beispiel Gore-Tex, verwendet, da es mit zunehmender Flughöhe kälter wird (zwischen 0,65 °C und 1 °C pro 100 Höhenmeter).
Hättest du es gewusst: Bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2007 in Australien, wurde eine Teilnehmerin in weniger als 15 Minuten aus der normalen Flughöhe von 2500 Metern bis auf 9946 Meter katapultiert. So hoch fliegt normalerweise ein Jumbo. Normalerweise hätte sie nur 90 Sekunden überleben dürfen. Doch sie taumelte mit ihrem Gleitschirm für etwa 30 Minuten bewusstlos zwischen 7000 und 10.000 Metern Höhe, während neben ihr Blitze zuckten, der Donner krachte und Faustgroße Hagelkörner mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde in die Tiefe prasselten. Die Frau konnte nach knapp 90 Minuten landen und erlitt dabei nur Erfrierungen, die sofort im Krankenhaus behandelt werden konnten.

• Innerhalb der letzten 10 Jahre wurden jährlich etwa 100 Gleitschirmunfälle mit Verletzten gemeldet und durchschnittlich neun tödliche Unfälle pro Jahr.
• Unfälle mit Drachen sind, wegen der geringeren Anzahl der Hängegleiterpiloten, seltener, ca. 20 Unfälle mit Verletzten und durchschnittlich zwei tödliche Unfälle pro Jahr.
• Diese Zahlen berücksichtigen alle gemeldeten Unfälle von deutschen Piloten im In- und Ausland.
• Derzeit gibt es etwa 25.000-30.000 aktive Gleitschirm- und Drachenflieger in Deutschland.
• Im Jahr 2014 gab es insgesamt 221 Unfälle, davon endeten 10 tödlich. 125 wurden schwer verletzt.
• 2015 wurden etwa 180 Kinder durch einen Unfall getötet.
• 2015 gab es 197.661 verletzte Kinder durch Unfälle, mit einem Krankenhausaufenthalt und 1.700.000 Kinder, die aufgrund von Unfällen ärztlich behandelt werden mussten.
• Neue Stau-Hauptstadt ist Köln. Hier verschwendeten die Autofahrer im Schnitt 65 Stunden beim Warten. Der bisherige Spitzenreiter Stuttgart folgt mit 64 Stunden knapp dahinter. Auf Platz drei liegt Karlsruhe mit 63 Stunden.
• Alle 52 Sekunden nimmt die Polizei in NRW einen Verkehrsunfall auf.
• Alle 17 Stunden wird ein Mensch in NRW im Straßenverkehr getötet.
• Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in NRW stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% auf 610.358 an.

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