Auf Streife - Die Spezialisten
Do 02.06.2016, 18:00

Gesprengte Ketten

Dramatische Szenen im Hallenbad: Ein Hobbymagier hat sich unter Wasser festketten lassen und den Schlüssel verschluckt. Doch der Trick geht schief und der Mann ist in Lebensgefahr! Können die Spezialisten ihm noch rechtzeitig helfen? - Eine junge Studentin kommt mit heftigen und unkontrollierten Zuckungen in die Notaufnahme. Plötzlich läuft ihr auch noch Blut aus dem Mund. Die Symptome der Patientin geben den Spezialisten Rätsel auf.

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Der Pneumothorax ist ein meist akut auftretendes, je nach Ausprägung lebensbedrohliches Krankheitsbild, bei dem Luft in den Pleuraspalt (spaltförmige Körperhöhle, die zwischen den beiden Blättern des Brustfells (Pleura) liegt) gelangt und damit die Ausdehnung eines Lungenflügels oder beider Lungenflügel behindert, sodass diese für die Atmung nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Ausprägung der Luftzufuhr reicht von minimalen Luftmengen, die vom Patienten kaum bemerkt werden, über einen Lungenkollaps bis hin zum Spannungspneumothorax, bei dem die Funktion beider Lungenflügel und auch die Herz-Kreislauf-Funktion drastisch eingeschränkt sein können.

Bei einem Spannungspneumothorax muss von einer akuten Lebensgefahr ausgegangen werden. Der Spontanpneumothorax tritt ohne erkennbare Ursache auf. Er betrifft oft junge, schlanke Männer im Alter zwischen ca. 15 und 35 Jahren. Ursachen für den gelegentlich auftretenden Spontanpneumothorax bei Neugeborenen sind nicht bekannt. Der traumatische Pneumothorax entsteht immer durch eine direkte oder indirekte Verletzung des Brustkorbs und seiner Organe. Folgende Mechanismen sind typisch:

• Verletzung der Lunge durch nach innen spießende Rippenbrüche
• Stich- und Schussverletzungen mit Eröffnung der Brusthöhle oder Verletzung der Lunge
• Hochgradige Quetschung des Brustkorbs (Einklemmung, Überrollen), verursacht eine Schädigung und Schwächung des Lungengewebes
• Barotrauma: extreme, plötzliche Druckveränderung der Lunge beim Fliegen und Tauchen oder iatrogen (durch den Arzt verursacht) im Rahmen einer Überdruckbeatmung
Hättest du es gewusst: Zwischen einem plötzlichen, tödlichen Herzinfarkt und der "biologischen Uhr" des Menschen gibt es eine Verbindung: Forscher fanden erstmals einen molekularen Zusammenhang zwischen Herzrhythmus-Störungen und dem Tag-Nacht-Rhythmus, wie aus einer im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Studie hervorgeht. Die meisten Fälle eines plötzlichen, tödlichen Herzinfarkts ereignen sich am Morgen, in einem geringeren Maße auch am Abend.
• Ein Pneumothorax tritt in Deutschland jährlich bei etwa 9 pro 100.000 Menschen auf. Wenn sich einmal spontan ein Pneumothorax entwickelt hat, entsteht er in etwa 30 Prozent der Fälle erneut.
• Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab. Schuld ist in der Regel der akute Verschluss eines Herzkranzgefäßes (Koronararterie).
• Seit 1992 ist die Sterberate bei akutem Herzinfarkt deutlich zurückgegangen.
• Die Zahl der Todesfälle durch einen Herzinfarkt hat sich seit 1992 von 108,9 auf 65,2 pro 100.000 Einwohner reduziert.
• Jährlich kommt es etwa zu 350.000 Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland (ohne Schlaganfälle).
• Mit einem Anteil von 66 Prozent bleiben die Herz-Kreislauf-Erkrankungen damit Todesursache Nummer 1 in Deutschland.
• Im Jahr 2015 ertranken in Deutschland 387 Menschen in einem Fluss, Bach, See oder Teich. Insgesamt ertranken im Jahr 2015 in Deutschland 488 Menschen. (zusätzlich: Hafenbecken, Kanal, Meer, Schwimmbad, Pool)

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