Auf Streife - Die Spezialisten
Mo 29.08.2016, 18:00

Gestrandet

Dramatische Szenen an einem See: Ein Mann versucht vergeblich seine Frau vor dem Ertrinken zu retten. - Ein junge Frau kommt nach einem Zusammenstoß mit einem Longboardfahrer in die Notaufnahme. Die Ärzte entdecken neben ihren Verletzungen ein Haarbüschel in ihrer Hand. Was ist der Grund für ihren extremen Haarausfall? - Und: Ein kleiner Junge ist mit seinem Fuß in einer Gully-Ritze hängengeblieben und liegt schwer verletzt auf der Straße.

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Gestrandet

Ein Mann versucht vergeblich seine Frau vor dem Ertrinken zu retten. - Ein junge Frau kommt in die Notaufnahme. Die Ärzte entdecken neben ihren Verletzungen ein Haarbüschel. - Und: Ein kleiner Junge liegt verletzt au...

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Weiterführende Informationen zum Thema Broken-Heart-Syndrom

Das Broken-Heart-Syndrom (deutsch „Gebrochenes-Herz-Krankheit“) ist eine seltene und spontan einsetzende Funktionsstörung des Herzmuskels. Bei fast allen Patientinnen und Patienten trat die Herzkrankheit direkt nach einer außerordentlichen emotionalen Belastung auf. Häufig ist der Verlust eines nahestehenden Menschen oder das Ende einer Beziehung bzw. dem daraus erfolgendem starken Liebeskummer der Auslöser für die Krankheit. Aber auch ein heftiger Streit, ein Unfall, ein Überfall oder eine Naturkatastrophe können verantwortlich sein. Die Symptome sind ähnlich wie bei einem Herzinfarkt – plötzlich eintretende starke Brustschmerzen und Luftnot. Eine Unterscheidung des Broken-Heart-Syndroms zum Herzinfarkt ist nur mit einem Herzkatheter oder mithilfe eines MRT möglich. Bei dem Broken-Heart-Syndrom sind die Herzkranzgefäße im Gegensatz zum Herzinfarkt nicht verstopft und eine Vernarbung fehlt. Bei den meisten Patienten fällt die Prognose meist gut aus. Das heißt, die Krankheit ist heilbar und nach einigen Wochen hat sich die Herzfunktion bei einer Vielzahl der Betroffenen mit Broken-Heart-Syndromen normalisiert.

Hättest du es gewusst: Experimente in den USA haben gezeigt, dass seelischer Schmerz und soziale Zurückweisung im Gehirn ähnliche Regionen aktivieren wie körperlicher Schmerz. Es gibt wenige Studien, die die seelische Verarbeitung von Liebeskummer mit funktioneller Kernspintomografie darstellen. Obwohl fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens unter einer Trennung, Schmerz und unerfüllte Liebe leiden muss, ist der Liebeskummer wissenschaftlich immer noch relativ schlecht untersucht.

• Besonders in den ersten Stunden des Eintreffens ist die Gefahr von ernsthaften Komplikationen besonders hoch. Angaben über die Häufigkeit solcher Komplikationen liegen zwischen knapp 20 % bis hin zu 46 %.
• In der Regel bilden sich die Veränderungen am Herzmuskel innerhalb von einigen Wochen vollständig zurück.
• Die Sterberate liegt in Deutschland bei etwa 3 % der Betroffenen.
• Verlässliche Daten über die Häufigkeit des Auftretens fehlen, das Wissen über das Broken-Heart-Syndrom stützt sich auf Einzelfallschilderungen. Bis Mitte 2006 sind weltweit erst etwa 700 Patienten beschrieben worden, davon etwa 400 in Japan und jeweils etwa 150 in Europa und Nordamerika. Seit 2004 wurde auch über Patienten in Australien und Südamerika berichtet, so dass von einer weltweiten Verbreitung ausgegangen wird.
• Anhand jeweils geringer Patientenzahlen ist bislang festgestellt worden, dass in Japan 1,2 bis 2,2 %, in den USA etwa 2,2 % und in Deutschland 2,3 bis 2,6 % aller Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (beschreibt ein Spektrum von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch den Verschluss oder die hochgradige Verengung eines Herzkranzgefäßes verursacht werden) an dem Broken-Heart-Syndrom litten.
• Der Anteil der weiblichen Patienten betrug immerhin etwa 7,5 %. Mehr als 90 % der Patienten waren Frauen und im Alter von 62–75 Jahren.

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