Auf Streife - Die Spezialisten
So 02.10.2016, 08:15

Kleider machen Leute

Feuerwehr und Rettungsdienst werden zu einem Kleidercontainer gerufen, in dem ein junges Mädchen eingeschlossen wurde. Die Zeit drängt, denn das Mädchen droht zu ersticken. - Eine Stretchlimousine, die mit vier Frauen eines Junggesellenabschieds unterwegs war, quetscht beim Rückwärtsfahren eine der Frauen an eine Wand. Die Diagnose im Krankenhaus ist noch schockierender als der Unfall selbst!

Mehr zum Thema Mobbing

Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“ Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen, in der Regel ständig bzw. wiederholt und regelmäßig, zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim, im Gefängnis und im Internet (Cyber-Mobbing). Typische Mobbinghandlungen sind die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit. Das Phänomen „Mobbing“ hat im Internet einen neuen Tatort gefunden.

Herabsetzende Kommentare auf Facebook, entwürdigende Videos auf YouTube, nächtlicher Terror über Handy und Smartphones. Ebenso wie sogenannte „Ehrschutzdelikte“ (üble Nachrede, Gerüchte, Verleumdungen und Beleidigungen, die im Netz verbreitet werden) oder die Erstellung von „Fakeprofilen“ bestimmter Jugendlicher (auch Fotomontage sexueller Szenen) und Hassgruppen in sozialen Netzwerken, die sich gegen einen anderen Jugendlichen richten.
 
Hättest du es gewusst: Mila Kunis wurde in ihrer Schulzeit wegen ihren großen Augen gemobbt. Sie kam weinend nach Hause und fragte sich: „Warum habe ich nur so große Augen?“ Heute zählt sie zu den größten Filmstars der Welt. 2013 wurde sie sogar zur Sexiest Woman Alive gekürt.

• Laut einer repräsentativen Befragung der ETH Zürich aus dem Jahr 2015 wurde jeder zweite Jugendliche schon einmal Opfer von Cybermobbing.
• Fast jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist im Netz bereits Opfer von Cybermobbing geworden.
• Etwa 34% der Teenager im Alter von 13 bis 18 Jahren ist zumindest ein Fall aus dem engen Freundes- und Familienkreis bekannt. Insgesamt sogar 65% haben demnach schon einmal mitbekommen, dass so etwas vorgekommen ist.
• Einige Studien weisen darauf hin, dass Cybermobbing zum Teil noch traumatischer wirken kann als traditionelles Schulmobbing, da es zu jeder Zeit und überall stattfinden kann. Vor allem wenn Fotos oder Videoclips involviert sind, die die Opfer zeigen, sind die Folgen für die Opfer besonders dramatisch.
• Der andauernde Terror kann zu psychosomatischen Beschwerden, Rückzug und Vereinsamung, Anpassungsschwierigkeiten und Depressionen führen.
• Mobbing-Opfer leiden unter geringerem Selbstbewusstsein und können unter Umständen später zu aggressivem Verhalten neigen.
• Der Begriff „Sexting“ setzt sich aus den zwei englischen Begriffen „sex“ und „text“ bzw. „texting“ zusammen. Sexting ist eine von Jugendlichen ausgeübte Handlung, die das Schreiben und Versenden von sexuell eindeutigen Nachrichten (per E-Mail oder SMS) oder das Aufnehmen und Versenden von sexuell eindeutigen Nachrichten beinhaltet.

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