Auf Streife - Die Spezialisten
Mi 12.10.2016, 18:00

Kopfloser Kopfsprung

Die Spezialisten beobachten, wie ein Jugendlicher einen riskanten Kopfsprung in einen See macht. auf dem Ufergrund aufschlägt und sich lebensgefährlich verletzt. Die Spezialisten machen sich für die Rettung bereit, als sich die Situation plötzlich dramatisiert. - Nach einer Schlägerei im Patientenzimmer entdeckt der Arzt bei einem der Beteiligten merkwürdige Flecken. Der Patient hat Tripper. Als seine schwangere Frau auftaucht, spitzt sich die Lage zu.

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20 – 25 % aller Kindergartenkinder sind laut verschiedenen Untersuchungen verhaltensauffällig oder sogar psychisch gestört, wobei mindesten 5 % behandlungsbedürftig sind.
Die möglichen Symptome können sich in drei verschiedenen Bereichen zeigen. Körperlich (z. B. Nägelkauen oder Essstörungen), psychisch (z. B. Depressivität, Konzentrationsstörungen oder Ängstlichkeit) und sozial (Schüchternheit, Aggressivität).
Bei den Verhaltensauffälligkeiten wird außerdem in externalisierende und internalisierende Formen unterschieden.
Zu der externalisierenden Form gehören die sogenannten „hyperkinetischen Verhaltensweisen“ (Impulsivität, hohe Ablenkbarkeit oder Zappeligkeit) und aggressives Verhalten (Gewalt gegen Personen und Gegenstände).
Die internalisierenden Formen umfassen Trennungsängste, Überängstlichkeit, Kontaktvermeidung und ängstlich-depressives Verhalten.
Hättest du es gewusst: Kinder ahmen Familienmitglieder unbewusst nach. Daher erlernen sie von ihnen auch oft die auffälligen Verhaltensweisen. Häufig versuchen sie auch durch auffälliges Verhalten die Aufmerksamkeit der Anderen auf sich zu ziehen, vor allem, wenn das mit angepasstem Verhalten nicht möglich ist.
Ursachen und Behandlung
• Wichtige Faktoren bei der Ursachenforschung bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern sind Faktoren, wie: Erbanlagen, Entwicklungsverzögerung, Geburtsschäden, (unbekannte) Behinderungen, langwierige Krankheiten, Fehlernährung, Hyperaktivität, Reizbarkeit, Mangel an Antriebskraft, Überempfindlichkeit und eine geringe Frustrationstoleranz.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind Traumata, wegen derer die Kinder z. B. unter großen Ängsten leiden können.
• Kinder kapseln sich wegen negativer Erfahrungen oft ab und besitzen in der Folge wenig soziale Fähigkeiten.
• Zudem werden die Reaktionen von Familienmitgliedern (egal ob bei Strafen, Verärgerung, Angst oder Sorge), als Selbstbestätigung und Zeichen von Anteilnahme oder Interesse an sich gedeutet. Das führt dazu, dass sich Kinder auch außerhalb der Familie genau so „auffällig“ verhalten.
• Früherkennung ist wichtig. Sprich mit den Erzieher/innen über eventuelle Auffälligkeiten. Diese werden speziell darauf geschult, Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten und zu erkennen. Sie können nützliche Tipps zur Verbesserung der Situation geben.
• Außerdem empfiehlt es sich in schwereren Fällen einen Kinderpsychologen zu kontaktieren. In ersten Gesprächen wird dieser dann herausfinden, ob eine Psychotherapie notwendig ist. Sollte dies der Fall sein ist das kein Weltuntergang. Heutzutage ist es keine Peinlichkeit mehr einen Psychologen zu konsultieren.

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