Auf Streife - Die Spezialisten
Fr 21.10.2016, 19:00

Mit giftigen Grüßen

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Als Giftspinnen werden in der Regel nur solche Spinnen bezeichnet, deren Gift auch dem Menschen gefährlich werden kann (von ca. 30.000 Arten nur etwa 25!). Die oft als hochgiftig angesehenen Vogelspinnen haben nur kleine Giftdrüsen. Ihr Biss ist häufig nicht gefährlicher als ein Wespenstich. Die im Mittelmeergebiet weit verbreiteten Taranteln muss man auch zu den harmlosen Giftspinnen rechnen. In den Tropen kommen dagegen Taranteln vor, deren Biss das Absterben von Gewebe um die Bissstelle hervorruft und zu schweren Schädigungen führen kann. Die Sydney-Trichternetzspinne in Australien ist die wohl giftigste Spinne der Welt. Sie ist eine der wenigen Spinnenarten, die dem Menschen beträchtlich schaden und sogar töten kann. Ihren Namen erhielt sie dadurch, dass sie in und um Sydney und Umgebung vorkommt und ihre Netze trichterförmig gebaut werden. In Deutschland sind zwei für den Menschen potenziell gefährliche Arten zu nennen, da sie die Haut durchdringen können: die Wasserspinne und der aufgrund des Klimawandels zunehmend sich ausbreitende Ammen-Dornfinger. Die Bisse sind zwar in beiden Fällen nicht tödlich, aber schmerzhaft - vergleichbar mit einem Wespenstich.

 

 

Hättest du es gewusst: Spürhunde beim Zoll können zu Beginn ihrer Karriere über 15 verschiedene Gerüche erkennen, wie  etwa von Elfenbein oder Korallen, aber eben auch von Spinnen.

 

 

  • In Australien werden regelmäßig Menschen von der Trichternetzspinne gebissen. Da man die Spinnen zur Herstellung des Gegengifts „melken“ muss und man vergleichsweise viel Gift braucht, um ein Antidot herzustellen, ruft das zuständige australische Ministerium die Bewohner Sydneys fast jährlich dazu auf, Trichternetzspinnen zu fangen.
  • Das größte Problem bei einem Spinnenbiss ist, dass einige Menschen, wie bei Bienen- oder Wespenstichen, allergisch auf das Gift reagieren.
  • Wissenschaftler haben errechnet, dass in Mitteleuropa auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern, etwa 1,5 Millionen Spinnen leben.
  • Der Arten-Schmuggel ist nach Waffen und Drogen weltweit das lukrativste Schmuggelgeschäft. Nach Angaben von Interpol werden jährlich Tier- und Pflanzenarten im Wert von über 13 Milliarden Euro auf dem Schwarzmarkt gehandelt.

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