Auf Streife - Die Spezialisten
Do 15.09.2016, 18:00

Nachtblind

Dramatischer Anblick für die Spezialisten: Eine junge Frau wurde von einem PKW erfasst und schwer verletzt. Sie liegt auf der Motorhaube, begraben unter Möbelstücken, die vom Dach gefallen sind. Doch bald gibt es einen schlimmen Verdacht. Hat die Unfallfahrerin einen zweiten Passanten angefahren? - Eine Frau wird ins Krankenhaus eingeliefert, die von Kopf bis Fuß mit Pusteln übersät ist. Eine normale Allergie? Als der Arzt sie routinemäßig untersucht, kollabiert die Patientin.

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Als Agoraphobie, in der Fachsprache auch Platzangst genannt, bezeichnet man eine Angststörung, die durch bestimmte Orte und Situationen wie weite Plätze oder Menschengedränge ausgelöst wird. Betroffene vermeiden die auslösenden Situationen und können im Extremfall nicht mehr die eigene Wohnung verlassen. Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen angstbedingt weite Plätze oder Reisen allein oder Reisen generell meiden. Allen diesen Situationen ist eine Angst vor einem Kontrollverlust gemeinsam. Die Betroffenen befürchten so etwa, dass sie im Falle einer Panik oder potentiell bedrohlicher Körperzustände nicht schnell genug flüchten könnten, Hilfe nicht schnell genug verfügbar wäre oder sie in peinliche Situationen geraten könnten. Die Agoraphobie tritt häufig zusammen mit einer Panikstörung auf.

Hauptmerkmal der Agoraphobie ist eine grundlose oder unrealistisch starke Angst vor bestimmten Orten. Diese Angst entzieht sich der willentlichen Steuerung und kann auch durch rationale Argumente nicht beseitigt werden. Die Betroffenen zeigen in der Regel ein starkes Vermeidungsverhalten, da in unterschiedlichem Ausmaß Panikattacken auftreten können. Die Angst kann sich darauf beschränken, öffentliche Plätze oder Geschäfte zu betreten, wobei oft speziell Menschenansammlungen vermieden werden.
Hättest du es gewusst: Eine Frau aus Köln hat ihre Wohnung seit 17 Jahren nicht verlassen, weil sie an einer starken Angststörung leidet, seitdem sie im Kölner Hauptbahnhof zusammengebrochen ist.  Wenn ihr Hund „Lily“ Gassi gehen muss, setzt sie ihn vom Balkon mit einer 50 Meter Leine im Garten ab. Mittlerweile geht die Frau einmal in der Woche für höchstens 20 Meter vor die Tür.

• Eine Rolltreppe (oder Fahrtreppe) ist ein Personenbeförderungsmittel zur Überwindung einer Höhendistanz, bei dem bewegende Metallsegmente Treppenstufen bilden.
• Am 11. Juli 1925 installiert das Kaufhaus „Tietz“ (Kaufhof/Hohe Straße) in Köln die erste Rolltreppe Deutschlands.
• Die meisten Unfälle auf Rolltreppen ereignen sich, wenn Kinder unbeaufsichtigt an der Rolltreppe spielen oder Hektik und Gedränge herrschen.
• Statistiken gibt es zwar nicht, im Schnitt werden jedoch in jeder Großstadt jährlich zwischen fünfzig und sechzig Unfälle auf Rolltreppen gemeldet.
• Als Agoraphobie bezeichnen Experten die Angst vor Situationen, die man nur mit größerem Aufheben wieder verlassen könnte oder in denen man nur eingeschränkt Unterstützung bekäme, sollte es nötig werden.

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