Auf Streife - Die Spezialisten
Do 21.07.2016, 18:00

Nils in geheimer Mission

Eine Frau hat einen verletzten Jungen an der Autobahnraststätte gefunden. Von seinen Eltern fehlt jede Spur. Ist der Junge tatsächlich von Mama und Papa zurückgelassen worden? Die Spezialisten stehen vor einem Rätsel. - Eine junge Frau bringt ihren Freund mit einem heftigen Geschwür am Hals in die Notaufnahme. Angeblich hat sie bereits eine Made aus der Wunde gezogen. Welche schlimme Infektion hat sich der Mann zugezogen?

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Als Myiasis bezeichnet man den Befall mit Fliegenlarven (Maden). Die Parasiten leben von den Gewebebestandteilen, Ausscheidungen oder Körperflüssigkeiten des Wirts.
Myiasis ist vor allem in ländlichen Regionen mit tropischem oder subtropischem Klima verbreitet. Hier kommt sie bei Tieren und beim Menschen vor. In Europa sieht man humanmedizinische Fälle selten, am ehesten betroffen sind Patienten mit extrem vernachlässigter Körperhygiene. Die Larven können sich sowohl in lebendigem Gewebe (insbesondere in kleinen Hautverletzungen) als auch in Körperöffnungen (Nase, Ohr, Auge), sowie in offenen Wunden oder Gewebsnekrosen ansiedeln. Bei Befall der Haut entwickelt sich an der Stelle der Infestation ein schmerzhaftes Ulkus oder Furunkel mit schlechter Heilungstendenz. Hinweisend sind starker Juckreiz, Schmerzen, Bewegungen unter der Haut, Sekretentleerungen aus einer zentralen Perforation oder kleine weiße Madenabschnitte, die aus der Wunde hervorragen. Aufgrund des seltenen Auftretens wird die Erkrankung in Europa häufig nicht sofort erkannt.

Hättest du es gewusst?

Hollywood Star Brad Pitt erkrankte 2005 an einer Hirnhautentzündung, die durch Viren ausgelöst wurde. Er konnte sich nach einigen Wochen vollständig von der Krankheit erholen.

  • Myiasis nennen Wissenschaftler den Befall mit Fliegenlarven. Die Krankheit ist in Mittel- und Südamerika, den Tropen und Subtropen verbreitet. Aber auch in Südeuropa und selbst in Deutschland kommt sie vor.
  • Behandelt wird der Madenbefall oft mit einem einfachen Trick. Ärzte verschließen das Atemloch mit Vaseline oder Öl. Weil die Larven daraufhin keine Luft mehr bekommen, kriechen sie an die Hautoberfläche. Dort werden sie mit einer OP-Zange entfernt. Eine Alternative sind Einschnitte mit dem Skalpell, um das Nest zu öffnen.
  • Trotz dieser negativen Entwicklungen war 2015 international betrachtet ein überaus erfolgreiches Jahr für die Tourismusbranche. Laut Welttourismusorganisation waren 1.180.000.000 Reisende unterwegs – und damit 4,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
  • Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute. Am häufigsten wird eine Hirnhautentzündung durch Viren ausgelöst. Seltener, aber viel gefährlicher ist eine durch Bakterien verursachte Meningitis.
  • Bei einem Verdacht auf bakterielle Meningitis darf keine Zeit verloren werden, da sich die Erkrankung innerhalb weniger Stunden zum lebensgefährlichen Notfall entwickeln kann.
  • Grundsätzlich sind in Deutschland Hirnhautentzündungen selten geworden, was nicht zuletzt auch durch die Impfung bedingt ist. Zum Vergleich: In manchen Entwicklungsländern gehört die Meningitis zu den häufigsten Infektionserkrankungen überhaupt. In den sogenannten Industrieländern gibt es pro Jahr unter 100.000 Einwohnern etwa ein bis fünf Erkrankungen durch Meningokokken und etwa zehn bis zwölf durch Viren.
  • Typisch sind für die Hirnhautentzündung Symptome wie Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen und Fieber.

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